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VORSCHAU ZUM GROSSEN PREIS VON SINGAPUR

13/09/16

Beim spektakulären Nachtrennen in Singapur kommt der P Zero Purple (Ultrasoft) erstmals seit dem Rennwochenende in Österreich wieder
zum Einsatz. Zudem nominierte Pirelli den P Zero Yellow (Soft) sowie den P Zero Red (Supersoft). Der Exklusivausrüster wählte die drei weichsten Mischungen der P Zero-Range, um der speziellen Charakteristik des Stadtkurses optimal zu entsprechen: eine relativ lange Runde, stark schwankende Strecken-Temperaturen und äußere Bedingungen, die Mensch und Material stark beanspruchen. Dazu gehört eine enorm hohe Luftfeuchtigkeit. Zudem befindet sich die Streckenbegrenzung so nah an der Fahrbahn, dass in der Regel nahezu kein Fahrfehler während des Marathonrennens ungestraft bleibt.
Die größten Herausforderungen für die Reifen



  • Keine andere Formel 1-Strecke hat mehr Kurven als der Circuit in Singapur: 23. Und nur der Straßenkurs von Monaco ist noch langsamer als der Marina Bay Street Circuit. Daraus resultieren besonders hohe Belastungen der Reifen in den Kurven, beim Bremsen sowie bei der Beschleunigung.

  • Die Oberfläche der Fahrbahn ist holperig, typisch für den Kurs sind auch die Fahrbahnmarkierungen und die Gully-Deckel.

  • Weil das Rennen in den Abendstunden stattfindet, entwickeln sich die Strecken-Temperaturen anders als bei den Tagesrennen. Sie sinken deutlich.

  • Die Außentemperaturen hingegen bleiben hoch. Diese Bedingungen stellen die Fahrer vor die Aufgabe, den Verschleiß der Reifen optimal zu managen.

  • Das lange Rennen und die hohe Wahrscheinlichkeit eines Safety Car-Einsatzes eröffnen zahlreiche strategische Ansätze.

  • Aufgrund des geringen Abtriebs (downforce) müssen die Reifen den gesamten mechanischen Grip liefern. Dabei hat der linke Hinterreifen die härteste Arbeit zu verrichten.

  • Aufgrund eines niedriger angesetzten Tempo-Limits in der Boxengasse und des langen Anfahrtsweges zur Box dauern die Stopps in Singapur länger als auf anderen Strecken. Das ist beim Festlegen der Strategie unbedingt zu berücksichtigen.



Die drei nominierten Mischungen



  • P Zero Yellow (Soft): Die härteste Mischung des Rennwochenendes eignet sich für lange Stints auf dem Marina Bay Circuit.

  • P Zero Red (Supersoft): Die vielseitige Mischung erwies sich im vergangenen Jahr als rennentscheidender Faktor.

  • P Zero Purple (Ultrasoft): Die schnellste Mischung kommt während des Qualifyings zum Einsatz.



So verlief das Rennen im Vorjahr



  • Sebastian Vettel (Ferrari) gewann mit einer Zwei-Stopp-Strategie. Er startete auf supersoften Slicks und kam in Runde 13 an die Box, um sich einen neuen Satz der supersoften Slicks montieren zu lassen. In Runde 37 wechselte er auf die soften Reifen.

  • Max Verstappen (Toro Rosso) fuhr die erfolgreichste Alternativ-Strategie. Er wechselte beim ersten Stopp von supersofte auf softe Slicks, um für die Schlussphase des Rennens wieder supersofte Slicks montieren zu lassen. Am Ende belegte er Rang acht.
    Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli
    “Singapur ist ein spektakulärer Austragungsort im Formel 1-Kalender. Wir hoffen, mit der ultrasoften Mischung das Rennen in diesem Jahr noch spektakulärer machen zu können. Sie soll ein Maximum an Speed und Grip auf dem Marina Bay Circuit ermöglichen.
    Den Ausgang eines Rennens auf dieser Strecke zu prognostizieren, ist allerdings nahezu unmöglich. Zumal die Wahrscheinlichkeit eines Safety Cars auf diesem Kurs fast 100 Prozent beträgt. Aus der Komplexität der verschiedenen Variablen resultieren für Teams etliche Möglichkeiten, eine kreative Strategie zu entwickeln. Wir dürfen uns auf eines der spannendsten Rennen der Saison freuen, bei dem das Reifen-Management eine entscheidende Rolle spielen wird.“



Was ist neu?



  • Nach kleineren Modifikationen im Jahr 2015 wurde in diesem Jahr am Streckenverlauf nichts geändert.
    Was sonst noch auffiel

  • Ferrari hat die maximale Zahl an P Zero Ultrasoft-Slicks geordert.

  • Der Italiener Simone Faggioli gewann in der vergangenen Woche vorzeitig die FIA Europa-Bergrennmeisterschaft. Seit 2015 fährt er auf Pirelli Reifen. Für Faggioli ist es bereits sein neunter EM-Titel.

  • In Lettland findet am kommenden Wochenende der vorletzte Lauf der Rallye Europameisterschaft statt. Auch dort kann ein von Pirelli ausgestatteter Fahrer den Titel gewinnen.


(Quelle: Pirelli)


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