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Die Formel 1 startet in die neue Saison. Sie wird auch geprägt von neuen Reifen-Regularien, die zu den revolutionärsten Entwicklungen in der jüngeren Geschichte der Serie gehören. Die Teams haben nun noch mehr Wahlmöglichkeiten und Optionen für die Rennstrategie, woraus mehr Abwechslung und mindestens zwei Boxenstopps pro Fahrer und Rennen resultieren sollen.
Die größten Herausforderungen für die Reifen
Die semi-permanente Strecke im Albert Park ist zu Beginn des Rennwochenendes zumeist `green`, Racing-English für schmutzig und rutschig, weil sich noch kaum Gummiabrieb auf dem Asphalt befindet.
Beschleunigen und Bremsen sind hier besonders entscheidend für eine gute Performance, dabei sind die auf die Reifen einwirkenden Längskräfte größer als die Seitenkräfte.
Es gibt etliche langsame Kurven. Hoher Abtrieb und der mechanische Grip der Reifen sind gefordert.
Die Kurve 8 (eine Rechtskurve) ist sehr schnell, ebenso die lange Linkskurve zwischen den Abschnitten Clark und Waite Grandstands.
Der linke Hinterreifen wird in Melbourne am stärksten belastet. Auf ihn müssen die Fahrer besonders achten.
Das Wetter in Melbourne ist meist schwer vorhersehbar. In den vergangenen Jahren gab es sowohl blauen Himmel und Sonnenschein, als auch Wolkenbrüche zum Saisonauftakt.
Der Asphalt im Albert Park ist ziemlich glatt. Daher sind der Reifenabrieb und der Verschleiß vergleichsweise niedrig.
Die drei nominierten Mischungen
P Zero White (Medium): Die Mischung besitzt ein schmaleres Einsatzfenster und gehört zu den vielseitigsten Mischungen in der F1 Range 2016.
P Zero Yellow (Soft): Das Einsatzfenster dieser Mischung ist relativ breit, wobei der Schwerpunkt klar auf der Performance liegt.
P Zero Red (Supersoft): Diese Mischung mit dem schmalen Einsatzfenster ist schnell, baut aber auch wie vorgegeben relativ zügig ab.
So war es vor einem Jahr
Der Sieger hieß Lewis Hamilton. Er nutzte eine Ein-Stopp-Strategie. Er startete mit den soften Slicks und ließ in Runde 25 Mediums montieren.
Die erfolgreichste Alternativ-Strategie nutzte Nico Hülkenberg mit seinen zwei Stopps. Er begann das Rennen mit soften Slicks, wechselte in Runde 21 auf Mediums und ließ in Runde 44 wieder softe Reifen montieren. Gestartet von Rang 14 fuhr der Deutsche bis auf Platz sieben vor.
Wegen einer frühen Safety Car-Phase legten die meisten Fahrer nur einen Boxenstopp ein.
Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli
“Aufgrund der weitreichenden Änderungen der Reifen-Regularien gehen wir davon aus, dass den Teams sowie jedem einzelnen Fahrer nun deutlich mehr Strategie-Optionen zur Verfügung stehen. Tatsächlich fielen die ersten taktischen Entscheidungen für das Rennwochenende im Albert Park bereits im vergangenen Jahr, als jedes Team sein individuelles Reifenkontingent nominieren musste. Wie beim Poker wurden die Karten erst relativ kurz vor dem Event aufgedeckt. Am Sonntag-Nachmittag werden wir wissen, wer die richtige Wahl getroffen hat.”
Das ist neu
Unsere Vorberichte sind nun kürzer. Dafür gibt es zahlreiche weitere Informationen unter www.pirelli.com.
Es gibt ein neues Qualifying-Format. Dieses tangiert weder die Reifen-Zuteilung, noch die Regularien.
Mit dem P Zero Purple (Ultrasoft) wurde die Reifen-Range für 2016 um eine Slick-Mischung erweitert. Sie kommt erstmals beim Großen Preis von Monaco zum Einsatz.
Im vorsaisonalen Test in Barcelona legten die Fahrer die beeindruckende Distanz von insgesamt 8.931 Runden zurück.
(Quelle: Pirelli)
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