Bestellstatus x
Abmelden

SLICKMISCHUNGEN HART UND MEDIUM FÜR DEN KURS MIT EXTREMEN KURVENGESCHWINDIGKEITEN

23/09/15

Unmittelbar nach dem Rennen auf dem Straßenkurs in Singapur, für den Pirelli die beiden weichsten Mischungen aus der aktuellen F1-Range nominiert hatte, brach die Formel 1 nach Japan auf. Für das Rennen in Suzuka nominierte Pirelli die beiden härtesten Mischungen: den P Zero Orange (Hart) und den P Zero White (Medium). Der japanische Circuit wartet mit einigen der schnellsten und anspruchsvollsten Kurven in der Formel 1 auf. Dazu gehört die legendäre 130R, mittlerweile ein fester Bestandteil der Formel 1-Historie. In Suzuka wird extrem viel Energie durch die Reifen geleitet, das führt zu stark erhitzten Laufflächen. Aufgrund der in Suzuka häufigen Wetterschwankungen ist im Verlauf des Wochenendes auch der Einsatz der Cinturato Regenreifen sowie der Intermediates nicht unwahrscheinlich.
Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli
“Für die Reifen gehört der Kurs in Japan zu den aggressivsten Strecken im Formel 1-Kalender. Er ist in dieser Hinsicht mit den Circuits in Silverstone und Spa vergleichbar. Zwar wurden in den vergangenen Jahren Arbeiten am Fahrbahnbelag durchgeführt, welche die ursprüngliche Rauheit der Strecke etwas milderten, die enorme Belastung der Reifen wurde dadurch allerdings nicht verringert. Es ist zudem nicht außergewöhnlich, in Japan mit extremen Witterungsbedingungen konfrontiert zu werden. Es kann dort sehr nass oder extrem heiß werden. Beides haben wir in den vergangenen Jahren bereits erlebt. Insgesamt handelt es sich um einen sehr anspruchsvollen Kurs, den die meisten Fahrer lieben. Darüber hinaus zählen die japanischen Zuschauer zu den leidenschaftlichsten und fachkundigsten Fans in der Formel 1. Sie tragen maßgeblich dazu bei, das Rennen in Suzuka zu etwas ganz Besonderem zu machen. Natürlich werden wir während des Grand Prix-Wochenendes in Japan noch häufiger an Jules Bianchi denken als sonst.”
Die größten Herausforderungen für die Reifen
Suzuka ist ein schneller und flüssiger Circuit. In den schnellen Kurven wirken dabei enorm hohe Seitenkräfte auf die Reifen ein. Die Belastung durch die Längskräfte hingegen ist vergleichsweise gering, denn auf dem Kurs gibt es relativ wenige Phasen, in denen das Auto stark beschleunigt oder abgebremst wird. Stattdessen bleibt das Tempo während der Runde relativ gleichbleibend hoch, auch in den langen Kurven wie der 130R (die nach ihrem Radius benannt wurde) und der Spoon, in denen aufgrund der starken Fliehkräfte konstant hohe Energiemengen durch die Reifen fließen.
Obwohl der Fahrbahnbelag in Suzuka kürzlich erneuert wurde, blieb die Oberfläche relativ rau. Während des Rennwochenendes verändert sich der Kurs erheblich: Insbesondere am Freitag ist die Strecke noch ziemlich grün. Bietet der Track nicht genügend Grip, steigt die Graining-Gefahr.
Der Abrieb und der Verschleiß der Reifen sind in Suzuka traditionell sehr hoch, das richtige Reifen-Management wird daher noch wichtiger als sonst. Aufgrund der hohen Regenwahrscheinlichkeit, der häufigen Safety Car-Phasen sowie mehrerer Passagen, in denen überholt werden kann, sind auf dem japanischen Kurs zahlreiche Strategie-Optionen möglich.
Die erfolgreiche Strategie des vergangenen Jahres. Das Rennen wurde hinter dem Safety Car gestartet. Von der ersten bis zur letzten Runde blieb es nass. Der spätere Sieger Lewis Hamilton (Mercedes GP) startete mit Cinturato Blue Regenreifen vom zweiten Platz. In Runde 14 ließ er Intermediates montieren, die er in Runde 35 gegen einen Satz frischer Intermediates tauschte.
Quelle: Pirelli
20 of 5736 News