02/03/11

Bei den letzten Tests vor Beginn der Formel 1 Saison 2011 ging es vor allem um Fahrer, Autos und Reifen. Doch während der Testtage in Barcelona war der verschobene Saisonstart in Bahrain natürlich auch Gesprächsstoff. Das erste Rennen ist nun der Große Preis von Australien am 27. März. Doch ob nun Bahrain oder Melbourne: Fahrer, Teams und die Pneus von Pirelli sind bereit.
Barcelona, Circuit de Catalunya: Beim nun vorletzten Test auf europäischem Bodem vor dem Start der Formel 1 Saison 2011 waren alle zwölf Teams vor Ort. Für diesen Termin hatte Pirelli seine Mischungen supersoft und soft der P ZERO Slicks weiter entwickelt. Dank der Rückmeldungen durch die Teams und Fahrer bei den vorangegangenen Tests in Valencia und Jerez waren eine Menge neuer Daten zusammen gekommen, die die Reifeningenieure auswerten konnten.
Der Circuit de Catalunya wird häufig und gerne von den Teams und Fahrern für Tests genutzt. Vor allem, weil in dieser Region Spaniens eigentlich das ganze Jahr über ein warmes Klima herrscht. Doch während der Testtage hatte der Wettergott kein Einsehen. Die Temperaturen waren eher niedrig. Und nachts fiel auch noch vereinzelt Regen, so dass die Strecke am Morgen feucht war. Das beeinträchtigte den Grip der Fahrbahn.
Zwar waren das kaum Bedingungen, die typisch sind für die Anforderungen der neuen Saisonn, aber das wechselhafte Wetter in Barcelona ermöglichte den Teams, die verschiedenen Reifen von Pirelli zu testen: die Slicks in den Varianten supersoft, soft, medium und hart, sowie die Intermediates. Drei Teams nutzten die Gelegenheit und fuhren mit den Intermediates bis zu 40 Runden. Paul Hembery, Motorsport Direktor bei Pirelli, ist sich sicher: „Nach nunmehr elf Tagen offizieller Tests in diesem Jahr haben die Teams ein besseres Verständnis und Gefühl für unsere Reifen entwickelt.“
Während in Barcelona die Teams noch einmal alle vier Slick-Mischungen testen konnten, werden ab sofort nur noch die beiden Varianten gefahren, die auch bei den Rennen an den Start gehen. Für die Großen Preise in Australien, Malaysia und China hat Pirelli sich für die harte und die softe Mischung entschieden. Die harten Reifen sind als Hauptreifen nominiert, die softe Mischung ist optional.
Der Grund: Der Belag der Rennstrecken bietet hohen Grip. Und die Streckenführung hält ein großes Spektrum an Geschwindigkeiten und Kurven parat. Außerdem werden recht hohe Luft- und Asphalttemperaturen erwartet. Für diese schwierigen Bedingungen bietet der harte P ZERO eine perfekte Balance zwischen Performance und Haltbarkeit. Der weiche Reifen liefert hingegen für kurze Zeit hohe Geschwindigkeiten, allerdings auf Kosten der Verschleißfestigkeit
Um die Spannung zu fördern, sollen die Teams im Schnitt je zwei Boxenstopps einlegen. Dazu Paul Hembery: „Die Nominierung der harten und weichen Reifen ist die beste Wahl für Fahrer und Zuschauer. Wir freuen uns nun auf ein erfolgreiches Grand Prix Debüt und eine große Show während der nächsten Rennen."