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Continental ist seit 140 Jahren der verlässliche Partner von Automobilindustrie und Verbrauchern

27/04/2011

Hannover, 26. April 2011. Der internationale Automobilzulieferer Continental feiert in diesem Jahr sein 140-jähriges Firmenjubiläum: Seit seiner Gründung 1871 hat sich das Unternehmen mit Sitz in Hannover vom reinen Reifen- und Kautschukspezialisten zu einem der weltweit führenden und international agierenden Automobilzulieferer weiterentwickelt. „Unsere Kunden und Geschäftspartner profitieren von unserer langjährigen Erfahrung, unserer Innovationskraft, der stetig voranschreitenden Internationalisierung sowie von unserem breit aufgestellten Produktportfolio in unterschiedlichen Geschäftsfeldern“, sagte Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender der Continental AG. „Wir stehen ihnen als kompetenter und verlässlicher Partner zur Seite und gestalten gleichzeitig die heutigen Megatrends der Automobilindustrie Sicherheit, Information, Umwelt und erschwingliche Fahrzeuge maßgeblich mit.“
Die 193 Continental-Standorte weltweit planen individuell Jubiläumsfeste für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kunden.
Am 8. Oktober 1871 wurde Continental als „Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie“ als Aktiengesellschaft von neun in Hannover, Deutschland, ansässigen Bankiers und Industriellen gegründet. Das Grundkapital von damals rund 300.000 Talern entspricht einem heutigen Kaufkraftäquivalent von etwa 6,3 Millionen Euro. Im Stammwerk Hannover produzierten die rund 200 Beschäftigten damals unter anderem Weichgummiwaren wie Wärmflaschen, Spielzeugpuppen, gummierte Stoffe und Massivbereifungen für Kutschen und Fahrräder. Der Umsatz betrug in den 1880er Jahren rund 3,3 Millionen Mark. Dies entspricht einem heutigen Kaufkraftäquivalent von etwa 21,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: 2010 setzte der Continental-Konzern weltweit 26 Milliarden Euro um.
Ende der 1920er Jahre schlossen sich bedeutende Betriebe der deutschen Kautschukindustrie zusammen. Die daraus entstandene „Continental Gummi-Werke AG“ produzierte nahezu ausschließlich in Deutschland. Der Exportanteil stieg jedoch kontinuierlich. Die internationale Ausrichtung des Unternehmens wurde allerdings erst in den frühen 80er Jahren des
20. Jahrhunderts konsequent vorangetrieben. „Mit dem Erwerb der europäischen Reifenaktivitäten der amerikanischen Uniroyal Inc., der Übernahme des nordamerikanischen Reifenherstellers General Tire, dem Kauf der Mehrheitsanteile der portugiesischen Mabor sowie des tschechischen Reifenherstellers Barum hat Continental seine internationalen Aktivitäten auch über die Grenzen Europas hinaus getragen“, sagte Degenhart.
Diese Entwicklung belegen auch die Personalzahlen: Gab es 1990 bei rund 51.000 Beschäftigten noch nahezu gleich viele Beschäftigte im In- und im Ausland, arbeiten aktuell mehr als zwei Drittel der rund 155.000 Continental-Mitarbeiter nicht in Deutschland.
Ende der 1990er Jahre richtete sich der Continental-Konzern strategisch neu aus: Als erster Schritt erfolgte 1998 der Kauf des Bereichs Automotive Brake & Chassis (Teves) von ITT Industries. Im Jahr 2001 erwarb Continental den internationalen Elektronikspezialisten Temic von Daimler. Damit baute der Reifen- und Kautschukspezialist Continental zusätzlich ein zweites Standbein im Automobilzuliefergeschäft auf, um das zyklische Geschäft besser abfedern zu können. Mit dem Kauf des Automobilelektronikgeschäfts von Motorola erweiterte Continental 2006 die Aktivitäten unter anderem um den Bereich Telematik. „Mit der Übernahme der Siemens VDO Automotive AG, der bislang größten Akquisition der Unternehmensgeschichte, rückte Continental in die Top-Liga der Automobilzulieferer weltweit auf. Wir haben damit gleichzeitig die Marktpositionen in Europa, Nordamerika und Asien gestärkt“, erläuterte Degenhart.
Von Beginn an verfügt Continental über eine ausgezeichnete Technologiekompetenz. Als erstes Unternehmen weltweit entwickelte Continental Profilreifen für Automobile (1904), die abnehmbare Felge für Tourenwagen (1908) und produzierte als erstes deutsches Unternehmen schlauchlose Reifen (1943). Motoren wurden mit Continental-Schwingmetall (1932), einer speziellen Gummi-Metall-Verbindung, stoß- und lärmdämpfend gelagert.
Bis in die Gegenwart treibt Continental die Entwicklung von Schlüsseltechnologien und deren Serienreife voran: Die Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) wird 1998 als zukunftsweisendes, aktives Sicherheitssystem von Continental in Serie gebracht. In diesem Jahr geht ESC von Continental mit der MK 100® in der vierten Generation in Produktion. Allein in Deutschland sind derzeit über 80 Prozent aller zugelassenen Neufahrzeuge mit ESC-Systemen verschiedener Hersteller ausgestattet. Die Technologien für Hybridantriebe hat Continental bereits seit 1997 im Portfolio. Als erster Hersteller weltweit beginnt Continental 2009 mit der Serienproduktion von Lithium-Ionen-Batterien für den Einsatz in Fahrzeugen mit Hybridantrieb. Umweltfreundliche Drucktücher, bei deren Herstellung bis zu 70 Prozent weniger
CO2-Emissionen entstehen, werden mit dem Preis „Idee des Jahres 2011“ ausgezeichnet.
Die Innovationskraft von Continental lässt sich jedes Jahr durch eine Vielzahl von Erstanmeldungen belegen: 2011 werden in allen Unternehmensbereichen voraussichtlich rund 1.100 Erfindungen zum Patent angemeldet werden.
Am Stammsitz Hannover arbeiten derzeit rund 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, neben der Hauptverwaltung des Konzerns sind in der niedersächsischen Landeshauptstadt vor allem die drei Rubber-Divisionen Pkw-Reifen, Nfz-Reifen und ContiTech mit Verwaltung, Forschung und Entwicklung sowie Produktion vertreten. In Hannover werden Reifen entwickelt und getestet. Produziert werden unter anderem Schwingungstechnik wie Schwingmetalle zur stoß- und lärmdämpfenden Motorlagerung, Antriebselemente wie Keil-, Zahn- und Keilrippenriemen, Luftfedern und elektronische Luftfedersysteme sowie Luftfedermodule.
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