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Continental bestätigt trotz eines schwierigen Marktumfelds die Jahresziele für 2012

31/10/2021

Der internationale Automobilzulieferer Continental bestätigt seine zum Halbjahr angehobene Prognose für das Geschäftsjahr 2012 – trotz steigender Unsicherheit auf den Absatzmärkten insbesondere in Europa sowie einem sich weltweit verlangsamenden Wirtschaftswachstum. „Wir erwarten auf Basis der ersten neun Monate unverändert, den Konzernumsatz für das Gesamtjahr 2012 um mehr als 7 Prozent auf über 32,5 Milliarden Euro steigern zu können. Außerdem wollen wir wie angekündigt eine EBIT-Marge über dem sehr guten Vorjahresniveau erreichen“, sagte Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender der Continental, am Mittwoch anlässlich der Veröffentlichung der Quartalszahlen in Hannover. „Nach dem insgesamt erfreulichen Verlauf der ersten drei Quartale bereitet uns der Start in das vierte Quartal 2012 zwar keine tieferen Sorgenfalten. So dürfte der Konzernumsatz von Oktober bis Dezember nach unserem derzeitigen Kenntnisstand mindestens auf dem Niveau des dritten Quartals dieses Jahres liegen“, erklärte Degenhart. „Dennoch merken auch wir, dass der Weg steiniger wird, und wir die Entwicklung der Märkte weiterhin fest im Blick haben müssen. Derzeit profitieren wir deutlich von unserer internationalen Aufstellung und kompensieren die Rückgänge insbesondere in Südeuropa mit Zuwächsen auf dem nordamerikanischen sowie asiatischen Kontinent.“ In den ersten neun Monaten dieses Jahres steigerte Continental seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,1 Prozent auf 24,6 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich im gleichen Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 437 Millionen Euro bzw. 22,8 Prozent auf nahezu 2,4 Milliarden Euro. Die Marge betrug 9,6 Prozent nach 8,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) des Konzerns erhöhte sich während der ersten neun Monate dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 434 Millionen Euro bzw. 19,5 Prozent auf fast 2,7 Milliarden Euro und entspricht 10,9Prozent des bereinigten Umsatzes nach 9,9 Prozent im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das den Anteilseignern zuzurechnende Konzernergebnis erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2012 um 62,5 Prozent auf nahezu 1,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Ergebnis pro Aktie von 7,26 Euro nach 4,47 Euro je Aktie im Vorjahr. In den ersten drei Quartalen reduzierte Continental seine Netto-Finanzschulden gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp 500 Millionen Euro auf 6,8 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Jahresende 2011 erhöhten sich diese leicht um 30 Millionen Euro. „Wir bewegen uns weiterhin in die richtige Richtung und planen unverändert, unsere Netto-Verschuldung bis zum Jahresende auf unter 6,5 Milliarden Euro zu senken“, erklärte Wolfgang Schäfer, Continental-Finanzvorstand. Er betonte darüber hinaus: „Auch beim Verschuldungsgrad, der Gearing Ratio, verzeichnen wir weitere Fortschritte und verfolgen gleichzeitig konsequent unser Ziel, mittelfristig weniger als 60 Prozent zu erreichen.“ Die Gearing Ratio verbesserte sich Ende September 2012 auf 77,5 Prozent nach 103,3 Prozent im Vorjahr. Continental investierte in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 1,3 Milliarden Euro und damit rund 240 Millionen Euro mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. „Der Fokus unserer Investitionen richtet sich derzeit klar auf die Rubber Group: In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben wir 641 Millionen Euro in die Divisionen Reifen und ContiTech investiert, um die Abhängigkeit von der stark saisonal getriebenen Automobilindustrie weiter zu verringern und gleichzeitig unsere Position in den Reifenmärkten insbesondere in den BRIC-Ländern weiter auszubauen“, teilte Schäfer mit und wies darauf hin, dass das Investitionsvolumen für das Gesamtjahr insgesamt bei rund 2 Milliarden Euro liegen wird. Continental baute in den ersten neun Monaten dieses Jahres weltweit 6.121 Arbeitsplätze auf. Zum Ende des dritten Quartals 2012 beschäftigte der Continental-Konzern 169.909 Mitarbeiter. Maßgeblich dafür waren vor allem die Volumenzuwächse in der Automotive Group und Kapazitätserweiterungen in der Division Reifen. Der Umsatz in der Automotive Group verbesserte sich nach neun Monaten auf 14,8 Milliarden Euro, bei einer bereinigten Marge von 7,7 Prozent nach 8,0 Prozent im Vorjahr. „Dies ist ein stabiles Ergebnis angesichts des Gegenwinds in Europa, den wir hier besonders in unserer Division Powertrain spüren. Wir gehen davon aus, dass das Umfeld in den kommenden Quartalen nicht leichter wird“, sagte Degenhart. Die Rubber Group erzielte einen Umsatz in Höhe von 9,9 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung bei den Rohstoffpreisen wirkte sich günstig auf die bereinigte Marge (16,3 Prozent) aus. „Entgegen einer schwachen Entwicklung der Winterreifenmärkte zum Saisonstart sind wir zuversichtlich, im laufenden Jahr das Vorjahresniveau in Höhe von rund 20 Millionen verkaufter Winterreifen wieder zu erreichen. Die jüngst veröffentlichten Testberichte haben ein sehr positives Echo für unsere Reifen hervorgerufen und stimmen uns in diese Richtung positiv“, erklärte Degenhart.


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