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Die Urlaubszeit ist angebrochen und damit einhergehend auch Planungen für die nächste Sommertour mit dem Motorrad. Unabhängig davon, ob Reisen über mehrere Tage, das Wochenende oder ein Tagesausflug – die richtige Vorbereitung ist für komfortables und sicheres Fahren unerlässlich. Raphael Michels ist Produktmanager für Motorradreifen bei Continental und verrät, was beim eigenen Bike zu beachten ist, damit die perfekte Tour gelingt.
Nachdem das Motorrad von Schmutz und Staub befreit wurde, sind zunächst Bremsen, Bremsflüssigkeit, Stärke der Bremsbeläge, Ölstand, Kühlmittel, Beleuchtungsanlage, Batterie, Zündkerzen sowie Schläuche und Leitungen zu kontrollieren.
Vor jeder Tour sollte vor allem die Qualität der Reifen gründlich untersucht werden. Eine gute Reifenqualität verkürzt die Bremswege und erhöht somit deutlich die Fahrsicherheit. Hierfür sollte sich zunächst ein Gesamteindruck verschafft und Ventilklappen, Profilstücke sowie der Reifen auf mögliche Schnittbeschädigungen überprüft werden. Der Reifendruck ist auf die Herstellerangabe des Motorrads einzustellen. Insbesondere wenn der Druck zuletzt im Herbst auf niedrige Außentemperaturen angepasst wurde, sollte dieser nun wieder auf die höheren Temperaturen korrigiert werden. „Wichtig ist darüber hinaus die Überprüfung der Reifenprofiltiefe, da sich mit abnehmender Profiltiefe Eigenschaften wie Bremsweg, Nass-Grip, Trocken-Grip, Handling oder Warm-Up verschlechtern“, so Michels. Die gesetzliche Mindestprofiltiefe beträgt 1,6 mm. Continental empfiehlt 2 mm. Im Zweifel hilft der Fachmann in der Werkstatt oder im Fachhandel.
Unabhängig vom Gepäcksystem ist bei der Beladung des Motorrads entscheidend, diese auf beiden Seiten der Maschine gleichmäßig und in der richtigen Abfolge vorzunehmen. So gilt es beispielsweise, die Seitenkoffer vor dem Top Case zu beladen. Schweres Gepäck sollte dabei stets nach unten geladen werden, um den Schwerpunkt des Motorrads möglichst tief zu halten. Auf diese Weise werden die Fahrstabilität und ein besseres Handling sichergestellt.
Sollte es wären der Tour zu einer Panne kommen, rät Michels dazu, Reifenwechsel über eine professionelle Werkstatt durchführen zu lassen: „Wichtig ist, sich auf die sachkundige Arbeit des Profis zu verlassen. Beschädigte Motorradreifen dürfen nicht geflickt, sondern sollten umgehend ausgetauscht werden.“
Schäden an der Reifenseitenwand können durch Bordsteinkanten, Schlaglöcher, zu niedrigen Reifendruck oder Alterung entstehen. Sie führen oft zu ernsthaften Sicherheitsrisiken und sind nicht reparierbar. Regelmäßige Kontrollen, der richtige Reifendruck und eine vorsichtige Fahrweise tragen dazu bei, Schäden zu vermeiden und die Lebensdauer der Reifen zu verlängern.
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