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Reifenkennzeichnung ist eine Mischung unterschiedlicher Maßeinheiten
Reifenbreite, Flankenhöhe, Durchmesser, Tragfähigkeit und Geschwindigkeitsfreigabe sind verschlüsselt auf der Seitenwand angegeben
Erstausrüstungskennungen nehmen weiter zu
Die Angaben auf den Reifenseiten sind nicht so unverständlich wie sie scheinen – sie lassen sich leicht lesen. Mit etwas Übung kann man Reifenbreite, Flankenhöhe und die Felgengröße erkennen, ebenso die Geschwindigkeitsfreigabe. Mehr Erfahrung braucht man, um die Tragfähigkeit und die Angabe zur Erstausrüstungsspezifikation, die immer häufiger zu finden ist, zu entschlüsseln. Der Reifenhersteller Continental gibt hier Beispiele, wie man die „Hieroglyphen“ entziffert.
Findet sich auf der Reifenseite die Angabe „235/55 R 18 100 W PremiumContact 6 MO“ bedeutet dies zunächst eine Kombination von Millimetermaßen, Verhältnisgrößen, Zollangaben, einer Schlüsselzahl, einem Geschwindigkeitssymbol, dem Produktnamen sowie einer Erstausrüstungskennung. So bedeutet „235“, dass der Reifen die Nennbreite von 235 Millimetern hat. Die folgende „55“ ist die Höhe der Reifenflanke, hier wird das Verhältnis in Prozent zur Breite angegeben. Im genannten Beispiel wären das knapp 130 Millimeter. Nun kommt der Buchstabe „R“ als Kennung für Radialreifen. Sie haben sich seit rund 40 Jahren durchgesetzt, Diagonalreifen spielen nur noch an Zweirädern, Oldtimern und im Schwerlast- / Industriebetrieb eine Rolle. Die folgende „18“ steht für den Felgendurchmesser in Zollgröße. Mit „100“ wird die Traglast mit einem numerischen Code gekennzeichnet, in diesem Fall 800 kg. Mit dem „W“ kommt man zum Geschwindigkeitsschlüssel – „W“ bedeutet 270 km/h. Andere Schlüssel lauten „H“ für 210 km/h, „V“ für 240 km/h oder „Y“ für 300 km/h. Das Reifenmodell „PremiumContact 6“ ist ein aktueller Pkw-Sommerreifen von Continental. Mit „MO“ werden Reifen mit besonderen Spezifikationen für Mercedes-Fahrzeuge gekennzeichnet. Andere Kennungen sind beispielsweise ein Stern (*) für BMW-Reifen, „AO“ für Audi und „J“ für Jaguar. Da die Erwartungen von Fahrzeugherstellern und Autofahrern an ihre Bereifung stetig wachsen, nimmt auch die Zahl der „maßgeschneiderten“ Reifen zu. Continental als einer der führenden Partner der Automobilhersteller hat derzeit über 650 Artikel an Reifen mit Erstausrüstungsmarkierungen alleine für europäische Automobilhersteller im Lieferprogramm.
(Quelle: Continental)
Schäden an der Reifenseitenwand können durch Bordsteinkanten, Schlaglöcher, zu niedrigen Reifendruck oder Alterung entstehen. Sie führen oft zu ernsthaften Sicherheitsrisiken und sind nicht reparierbar. Regelmäßige Kontrollen, der richtige Reifendruck und eine vorsichtige Fahrweise tragen dazu bei, Schäden zu vermeiden und die Lebensdauer der Reifen zu verlängern.
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