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Reifen fährt bei Notbremsungen kleine „AncorStuds“ aus
Bremsweg um mehr als die Hälfte halbiert
Keine Schäden an Straßen erwartet – Warnaufkleber werden mitgeliefert
Mit dem neuen AncorContact ist es Continental gelungen, die Bremswege von Pkw um mehr als die Hälft zu reduzieren. Stand ein Wagen mit konventionellen Reifen bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 km/h nach rund 35 Metern, messen die Fachleute bei einem mit dem neuen Pneu bestückten Wagen nur noch rund 17 Meter. Möglich wird dies durch die so genannten „AncorStuds“: Dies sind rund fünf Millimeter breite, zwischen den Profilrillen versteckte Metallhütchen mit einem ankerähnlichen Design. „Bei einer Vollbremsung verbreitert sich der Reifen vor allem an der Vorderachse deutlich“, erklärt Reifenentwickler Daniel D. Kurzweg. Dies lässt die sonst zwischen den Rillen versteckten AncorStuds hervortreten. Durch ihre spezielle, einem Anker entlehnte Form verzahnen sie sich mit der Straße und bremsen den Wagen viel schneller ab, als bisher für möglich gehalten.“ Da die kleinen Metallhütchen fest mit dem Reifen verbunden sind, nutzen sie nur unmerklich ab und halten „quasi das ganze Reifenleben lang“, wie der Entwickler betont. Schäden an Straßen sind bei den Fahrversuchen von Continental nicht beobachtet worden, da moderne Assistenzsysteme das Rad kaum blockieren lassen. Auch bei der Geräuschentwicklung weisen sie keine Nachteile auf, da die AncorStuds zwischen den Profilrillen versteckt sind und in normalen Fahrbetrieb keinen Kontakt mit der Straße haben. „Allerdings sollten die Fahrzeuginsassen damit rechnen, dass die spürbaren Bremskräfte deutlich höher ausfallen, als mit den bisher üblichen Reifen“, sagt Kurzweg. Damit andere Autofahrer gewarnt sind, liefert Continental mit den Reifen einen Warnaufkleber mit dem Schriftzug „Abstand halten – Ankerreifen“ für das Fahrzeugheck aus. Die neuen AncorContact sind ab Dienstag nach Ostern in Größen zwischen 15 und 17 Zoll für Kompaktklassefahrzeuge im Handel erhältlich. Weitere Größen, auch für schwerere Fahrzeuge, sind in Vorbereitung.
(Quelle: Continental)
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