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Es war ein weiter Weg vom ersten Fahrrad-Pneu aus dem Jahr 1872 bis zur digitalen Plattform Connesso, über die Pirelli Pkw-Reifen in ständigem Dialog mit dem Fahrer stehen. Der Premium-Hersteller ging diesen Weg und pflasterte ihn mit etlichen bahnbrechender Innovationen.
Eine Retrospektive mit viel Grip: Wie hält man einen Fahrradreifen sicher auf der Felge? Mit diesem Problem schlugen sich Ingenieure von Pirelli Ende des 19. Jahrhunderts herum. Sie entwickelten die patentierte Produktionsmethode Milano, dessen Prinzip später auch bei Motorrädern und Autos für Furore sorgte. Denn bei den Anfängen der italienischen Automobilindustrie zu Beginn des 20. Jahrhunderts mischte der Hersteller bereits eifrig mit.
Mit dem patentierten Ercole (Herkules) konstruierten die Fachleute den ersten Pkw-Hochleistungsreifen. Dessen robuste Karkasse aus gummierten Materialien mündete in durchgehende Reifenwülste, die sich an die gewölbten Kanten des Rades anpassten. Dadurch blieb die Luftkammer des Reifens vollständig geschlossen und er behielt seine Form.
Mit den 1924 entwickelten Superflex-Reifen gewann Gastone Brilli Peri 1925 in Monza den italienischen Grand Prix und wurde Weltmeister. Um 1938 ersetzten Ingenieure von Pirelli die Baumwolle in der Karkasse durch hochwertige, hitzebeständige Rayon-Schnüre, die das Unternehmen selbst anfertigte.
Auch die Entwicklung der Radialreifen kann sich Pirelli zuschreiben. Der 1952 debütierende Cinturato revolutionierte die Reifenindustrie. Und die nächste technologische Revolution ließ nicht lange auf sich warten: Der Rallyesport diente als Entwicklungslabor für die neuartigen Niederquerschnittsreifen. Als Lancia im Jahr 1972 die Konkurrenz mit dem legendären Stratos überraschte, hatte der Sportwagen ein massives Problem: Kein Reifen konnte die Leistungsentfaltung des Fahrzeugs optimal auf den Asphalt übertragen. Indem die Entwickler bei Pirelli die Lamellen in der Reifenschulter verkleinerten, steigerten sie die Performance des Reifens beträchtlich. Das war die Geburtsstunde des Super-Niederquerschnittsreifens Pirelli P7.
Mit diesen Hightech-Pneus erzielte der Stratos bis dahin unerreichte Kurvengeschwindigkeiten. Nächster Schritt war die straßenzugelassene Version des P7 Rennreifes als Erstausrüstung für den neuen Porsche Carrera 911 Turbo. Später mündete diese Produkt-Gruppe in die P Zero-Familie, die heute von den weltweit renommiertesten Automobilherstellern als Erstausrüstung für ihre leistungsstärksten Supersportwagen verwendet wird.
Mit den attraktiven Pneus der Farb-Edition sowie der Digitalisierung der Reifen – sie kommunizieren über eine Smartphone-App mit den Fahrern – verlängerte Pirelli in diesem Frühjahr die beeindruckende Reihe wegweisender Innovationen.
(Quelle: Pirelli)
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