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Mit einem Doppelschlag endete die Formel 1-Saison 2016. Das Dauerduell zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton von Mercedes GP blieb bis zu den letzten Sekunden des letzten Rennens spannend. Erst nach Überfahren der Ziellinie konnte Rosberg unbeschwert jubeln – um wenige Tage später seinen Rücktritt zu verkünden.
Was wird darüber hinaus von dieser Saison in Erinnerung bleiben? Regeländerungen und deren Rücknahme zum Beispiel: Um das Qualifying spannender zu machen, hatte die Strategiegruppe der Formel 1 einen neuen Modus für das Zeittraining entwickelt. Doch der bewirkte parkende Autos und gähnende Langeweile in Q3. Nach den beiden ersten Rennwochenenden und Protesten der Teams kehrten die Verantwortlichen zum alten Modus zurück. Ähnlich erging es dem neuen, umfassenden Funkverbot. Es wurde Mitte der Saison gekippt.
Auf den Circuits beherrschte Mercedes GP das dritte Jahr in Folge die Konkurrenz fast nach Belieben. Nico Rosberg und Lewis Hamilton fuhren in einer anderen Liga und ließen keinen dritten Titelkandidaten zu. Im Verfolgerfeld zog Red Bull an Ferrari vorbei. Der Traditionsrennstall stellte nur noch das drittbeste Auto.
Der 18-jährige Max Verstappen war zweifellos der Shooting-Star 2016. Nachdem Red Bull seinen Piloten Daniil Kvyat zu Torro Rosso ins zweite Team beordert hatte, startete der Niederländer beim Großen Preis von Spanien erstmals in einem Red Bull-Boliden – und siegte. Er ärgerte die älteren Konkurrenten bei jeder Gelegenheit und polarisiert wie derzeit kein zweiter Fahrer. Vielleicht wird er sich 2017 als größter Konkurrent von Lewis Hamilton beweisen.
In den Häuserschluchten von Monte Carlo gab am 29. Mai 2016 der neue P Zero Purple von Pirelli sein Renndebüt in der Formel 1. Der Slick mit ultrasofter Mischung besitzt die höchsten Grip- und Performance-Werte in der Reifen-Range des Exklusivausrüsters. Der Pneu erfüllte sämtliche Erwartungen und erwies sich im weiteren Verlauf der Saison als belebendes Element, das die Strategie-Optionen der Teams nochmals deutlich erweiterte.
Weil für den Reifenhersteller die Saisonübergänge fließend sind, präsentierte Pirelli bereits Ende November in Abu Dhabi die Reifen-Range für 2017. Und die unterscheidet sich auch optisch deutlich von ihren Vorgängern. Die neuen Gummiwalzen sind erheblich breiter als ihre Vorgänger. Die Breite der Vorderreifen wuchs von 245 auf 305 Millimeter, die der Hinterreifen von 325 auf 405 Millimeter. Das bedeutet eine Zunahme von 25 Prozent. Das gilt für die Slicks, die Intermediates und die Regenreifen. Nicht verändert wurde hingegen der Felgendurchmesser der Pneus. Er beträgt auch weiterhin 13 Zoll. Darüber hinaus optimierten Ingenieure von Pirelli die Form der Aufstandsflächen.
Insgesamt betrachtet liefern die neuen Reifen insbesondere in Kurven mehr Grip, ermöglichen deutlich höhere Kurvengeschwindigkeiten und machen die Boliden dadurch um einiges schneller. 2017 sollen die Autos im Schnitt drei Sekunden weniger für eine Runde benötigen als in dieser Saison. Darüber hinaus beeinflussen die neuen Pneus die Balance und das Aussehen der Autos, die im nächsten Jahr in der Formel 1 starten werden.
Den amtierenden Weltmeister Nico Rosberg werden die Fans dann nicht mehr im Formel 1-Auto sehen. Gleiches gilt für Felipe Massa und Jenson Button, die der Königsklasse des Motorsports ebenfalls den Rücken kehrten. Wer wird diese gestandenen Fahrer ersetzen? In der Gerüchte-Küche brodelt es derzeit heftig.
Man darf in vielerlei Hinsicht gespannt sein auf die Formel 1-Saison 2017.
(Quelle: Pirelli)
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