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Die Rückkehr zum Hockenheimring lässt sich natürlich nicht mit der Premiere auf einem neuen Circuit vergleichen, schließlich handelt es sich bei der deutschen Strecke um einen traditionsreichen Austragungsort für Formel 1-Rennen. Doch in diesem Jahr fühlt es sich fast so an, als beträten die Teams und Pirelli Neuland. Denn das bislang letzte Formel 1-Rennen an dieser Stätte fand 2014 statt, in der ersten Saison der neuen Ära der Hybrid-Antriebe der Formel 1-Autos. Die haben sich seither stark verändert. Entsprechend ist am kommenden Renn-Wochenende mit deutlich schnelleren Rundenzeiten als vor zwei Jahren zu rechnen. Auch die Anfor-derungen und Belastungen an die Reifen sind seither kontinuierlich gestiegen. Pirelli nominierte für das Rennen in Deutschland den P Zero White (Medium), den P Zero Yellow (Soft) sowie den P Zero Red (Supersoft) – dieselben Mischungen wie für den Grand Prix in Ungarn. Im Vergleich zu 2014 ist mit dem P Zero White eine härtere Mischung dazugekommen, 2014 waren nur die weichen und die superweichen Slicks nominiert.
Die größten Herausforderungen für die Reifen
Das Streckenlayout ist variantenreich: Schnelle Geraden wechseln sich mit technisch anspruchsvollen Passagen ab.
Das Wetter kann wechselhaft sein: 2014 erreichten die Temperaturen während des Qualifyings am Samstag gar 38 Grad Celsius.
Der sehr glatte Fahrbahnbelag des Hockenheimrings sorgt für relativ wenig Ab-rieb und Verschleiß.
Auf die Hinterreifen müssen die Fahrer besonders achten. Sie werden beim Beschleunigen aus den langsamen Kurven heraus stark beansprucht.
Wie die Traktion zählt auch das Bremsen zu den entscheidenden Faktoren auf dieser Strecke. Die Reifen müssen hohen Bremskräften standhalten.
Besonders in Kurve 5 wird viel Energie durch die Reifen geleitet: Die schnelle Linkskurve fährt sich fast wie eine Gerade.
Die drei nominierten Mischungen
P Zero White (Medium): Jeder Fahrer muss für das Rennen einen Satz der Me-dium-Slicks vorhalten. Das Einsatzfenster dieser Mischung ist schmal.
P Zero Yellow (Soft): Auch von dieser Mischung muss jeder Fahrer einen Satz für das Rennen bereithalten. Er wird im Rennen sicher am häufigsten eingesetzt.
P Zero Red (Supersoft): Seine Stunde schlägt voraussichtlich im Qualifying, aber auch in der frühen Phase des Rennens.
Das Rennen auf dem Hockenheimring 2014
Nico Rosberg gewann sein Heimrennen mit einer Zwei-Stopp-Strategie. Er star-tete mit den superweichen Slicks uns wechselte in der 15. Runde auf die soften Reifen. In Runde 41 ließ er einen frischen Satz der soften Slicks montieren. Die superweiche Mischung war pro Runde gut eine Sekunde schneller als die wei-che.
Sein Team-Kollege Lewis Hamilton fuhr die erfolgreichste Alternativ-Strategie. Er setzte auf drei Stopps und machte während des Rennens 17 Plätze gut. Denn nach einem Unfall im Qualifying hatte er von Platz 20 starten müssen.
Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli
“Hockenheim ähnelt einer Unbekannten, denn wir waren seit zwei Jahren nicht mehr auf der Strecke. In den Jahren zuvor wechselten sich der Nürburgring und der Ho-ckenheimring bei den Grand Prix-Rennen ab. Im Vergleich zu anderen Circuits fehlen uns also Vergleichsdaten aus früheren Veranstaltungen. Weil die Autos heute viel schneller fahren als 2014, haben wir mit dem P Zero White eine Mischung dabei, die eine Stufe härter ist als die beiden Mischungen, die wir 2014 nominiert hatten. Be-sonders bemerkenswert war damals das Wetter. Am Tag des Rennens war es tat-sächlich 20 Grad Celsius kühler als am Vortag während des Qualifyings. Weil das Rennen wieder Ende Juli stattfindet, sind ähnliche Wetter-Kapriolen möglich.”
Was ist neu?
Weder die Strecke noch die Infrastruktur des Hockenheimrings haben sich seit 2014 wesentlich verändert.
Am Tag nach dem Großen Preis von Deutschland beginnt in Fiorano mit Ferrari der Test der Reifen in der Größe von 2017.
Die anderen Teams gehen in die Sommerpause und müssen ihre Werke zwei Wochen schließen.
Was sonst noch auffiel
Ferrari hat für den Hockenheimring mehr superweiche Slicks geordert als Merce-des und Red Bull.
In Spa findet zeitgleich das 24-Stunden-Rennen statt. Pirelli liefert 9.000 Reifen für 60 Fahrzeuge.
Quelle: Pirelli
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