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Auch für das vierte Rennen der Saison hat Formel 1-Exklusivausrüster Pirelli die Slick-Mischungen P Zero White (Medium), P Zero Yellow (Soft) und P Zero Red (Supersoft) nominiert. Der Große Preis von Russland findet auf dem abwechslungsreichen und technisch anspruchsvollen Circuit in Sotschi statt. Aufgrund der relativ glatten Fahrbahnoberfläche sind Abrieb und Leistungsabbau der Reifen auf dieser Strecke gering.
Die größten Herausforderungen für die Reifen
Obwohl der Track mittlerweile drei Jahre alt ist, verändert er sich der Asphalt noch immer leicht und kann daher im Vergleich zum Vorjahr andere Eigenschaften aufweisen.
Infolge des geringen Abriebs und Leistungsabfalls der Reifen ist eine hohe Zahl an Boxenstopps unwahrscheinlich.
Aufgrund der erwarteten milden Witterungsbedingungen wird auch ein wärmebedingter Leistungsabbau der Reifen keine große Rolle spielen.
Die anspruchsvollste Kurve ist Turn 3: Die Linkskurve mit mehreren Scheitelpunkten erinnert in ihrem Charakter an die Kurve 8 der ehemaligen F1-Strecke in Istanbul.
Rund 1,7 Kilometer der insgesamt 5,848 Kilometer langen Runde in Sotschi bestehen aus öffentlichen Verkehrsstraßen.
Abgesehen von der Formel 1 wird der Circuit während des Jahres kaum genutzt. Aus diesem Grund wird sich die Strecke im Verlauf des Rennwochenendes stark verändern.
Die drei nominierten Mischungen
P Zero White (Medium): Die Mischung besitzt ein schmaleres Einsatzfenster. Ihr Schwerpunkt liegt auf Haltbarkeit.
P Zero Yellow (Soft): Die Mischung spielte eine wichtige Rolle beim Sieg von Nico Rosberg in China, denn im Gegensatz zu seinen unmittelbaren Widersachern startete er mit den soften Slicks ins Rennen.
P Zero Red (Supersoft): Aufgrund ihres Performance-Vorteils ist die Mischung die erste Wahl für das Qualifying.
So war es im Vorjahr
Lewis Hamilton siegte mit einer Ein-Stopp-Strategie: Er startete mit den supersoften Slicks und wechselte in Runde 32 auf die Soft-Mischung.
Von den Alternativ-Strategien war die von Sergio Perez am Erfolgreichsten. Er wurde Dritter. Auch er kam nur einmal an die Box. Dabei nutzte er eine Safety Car-Phase in Runde 12, um von den superweichen auf die weichen Reifen zu wechseln. Mit ihnen legte er die restlichen 41 Runden zurück.
Mit Ausnahme von zwei Piloten setzten alle Fahrer auf eine Ein-Stopp-Strategie.
Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli
„Lediglich sechs Monate nach dem letzten Rennen in Sotschi sind wir schon wieder in Russland. Wir gehen allerdings davon aus, dass die Bedingungen jetzt im Frühling anders sein werden als im vergangenen Herbst. Der Kurs zählt zu den Rennstrecken mit dem geringsten Reifenverschleiß im Kalender, selbst mit den supersoften Slicks sind lange Stints möglich, wie uns Lewis Hamilton im vergangenen Jahr demonstriert hat. Doch infolge der höheren Leistungen der Autos der Saison 2016 wird auch der Reifenabrieb nochmal höher sein. Die Sessions der Freien Trainings sind daher sehr wichtig, um detaillierte Erkenntnisse zu erhalten, wie sich die Reifen unter den veränderten Witterungsbedingungen an den neuen Autos verhalten.”
Das ist neu
Die Reifen-Kontingente der Fahrer von Mercedes, Ferrari und Red Bull weichen in Sotschi deutlich voneinander ab.
Die Formel 1-Kommission hat den Vorschlag von Pirelli akzeptiert, zur Vorbereitung der Saison 2017 die Zahl der Testtage zu erhöhen.
Es könnte sich um den letzten Großen Preis von Russland bei Tageslicht handeln. 2017 ist in Sotschi ein Nachtrennen möglich.
Auf der Website www.pirelli.com werden regelmäßig neue Informationen zu den Rennen und den Austragungsorten der Formel 1 eingestellt.
(Quelle: Pirelli)
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