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Der Große Preis von Bahrain startet in der Dämmerung und endet im Licht der Scheinwerfer. Nachdem die Teams in Australien erste Erfahrungen mit den neuen Reifen-Regularien machten, können sie in Sakhir weitere Ideen entwickeln, wie sie das Beste aus den diesjährigen Vorgaben herausholen. Die drei für den Grand Prix in Bahrain nominierten Mischungen (Medium, Soft und Supersoft) entsprechen der Wahl, die Pirelli für das Rennen in Australien getroffen hatte.
Die größten Herausforderungen für die Reifen
Der Große Preis von Bahrain startet um 18.00 Uhr Ortszeit. Die Streckentemperatur wird im Verlauf des Rennens drastisch sinken.
Der Granit-basierte Asphalt ist rau und aggressiv, was den Reifenabrieb erhöht.
Die Rennstrecke liegt inmitten einer Wüste. Der Wind kann Sand auf die Fahrbahn wehen, was den Grip beeinträchtigt.
Der Circuit weist einige langsame Kurven auf, in denen es entscheidend auf gute Traktion ankommt. Entsprechend hoch ist die Belastung der Hinterreifen.
Zugleich weist das Streckenlayout vier schnelle Geraden auf. Beim Set-up muss daher ein guter Kompromiss gefunden werden.
In der Vergangenheit beeinflussten Safety Car-Phasen die Strategien der Teams kaum. In der zwölfjährigen Geschichte dieses Rennens war das Safety Car lediglich zwei Mal auf der Strecke.
Die drei nominierten Mischungen
P Zero White (Medium): Die Mischung besitzt ein schmaleres Einsatzfenster und gehört zu den vielseitigsten Mischungen in der F1 Range 2016.
P Zero Yellow (Soft): Das Einsatzfenster dieser Mischung ist relativ breit, wobei der Schwerpunkt klar auf der Performance liegt.
P Zero Red (Supersoft): Diese Mischung mit dem schmalen Einsatzfenster ist schnell, baut aber auch wie vorgegeben relativ zügig ab.
So war e sim Vorjahr
Lewis Hamilton siegte mit einer Zwei-Stopp-Strategie: Er startete mit den soften Slicks, ließ in Runde 15 erneut softe Reifen montieren, um in Runde 33 auf die Medium-Mischung zu wechseln.
Die erfolgreichste Alternativ-Strategie nutzte Kimi Raikkönen, der Zweiter wurde. Auch er kam zwei Mal an die Box, wechselte allerdings in Runde 17 von den weichen zu den mittelharten Reifen, um in Runde 40 zur soften Mischung zurückzukehren.
Die Zahl der Fahrer mit zwei und drei Boxenstopps hielt sich annähernd die Waage. Nach einem außerplanmäßigen dritten Stopp, bei dem die Nase seines Boliden gewechselt werden musste und er sich neue Reifen montieren ließ, belegte Sebastian Vettel den fünften Platz.
Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli
„Die neuen Reifen-Regularien für 2016 erweisen sich als großer Erfolg. Sie ermöglichen zahlreiche unterschiedliche Strategien und waren in Australien bei alle Teams ein Top-Thema. Der Circuit in Bahrain weicht von dem in Melbourne erheblich ab. Der massive Temperaturrückgang während des Rennens beeinflusst das Verhalten der Reifen beträchtlich. Die Herausforderungen und Parameter sind hier völlig anders als in Down Under, daher wird es interessant sein zu beobachten, wer in Australien am meisten dazugelernt hat, um die neue Situation optimal zu nutzen. Die von den Teams gewählten Reifen-Kontingente weichen zum Teil erheblich voneinander ab, was bei dem anstehenden Rennen eine Schlüsselrolle spielen wird.“
Das ist neu
Auf der Website www.pirelli.com werden regelmäßig neue Informationen zum Thema Formel 1 eingestellt.
Am Sonntag Vormittag wird ein Überblick über die den einzelnen Fahrern für das Rennen noch zur Verfügung stehenden Reifen-Sätze veröffentlicht.
Die führenden Teams weichen bei der Zusammensetzung der Reifen-Kontingente für ihre Fahrer deutlich voneinander ab.
(Quelle: Pirelli)
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