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Mit sicherer Bereifung entspannt in den Auto-Urlaub

30/03/16

Tipps von Michelin zum richtigen Umgang mit Reifen
2015 war laut ADAC das preisgünstigste Tankjahr seit 2012. Und dank des niedrigen Rohölpreises werden die Preise wohl auch nicht so schnell wieder steigen. Vieles spricht also auch 2016 für ein hervorragendes Reise- und Urlaubsjahr für Autofahrer. Mit den richtigen Reifen und den Tipps von Michelin wird die nächste Urlaubsfahrt auch ein sicheres Vergnügen.
Doch wann ist es Zeit für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen? Den ungefähren Wechselzeitraum definiert die Ostern-bis-Oktober (O-bis-O)-Faustregel. Aber spätestens wenn die Temperaturen dauerhaft deutlich über null liegen, sollten die Winterreifen runter, denn für den Sommer sind sie nur bedingt tauglich. Aufgrund ihrer weicheren Gummimischung verschleißen sie bei hohen Temperaturen schneller, sie verbrauchen mehr Kraftstoff und haben einen längeren Bremsweg.
Check: Sind die alten Reifen noch gut?
Wer noch Sommerreifen aus dem Vorjahr besitzt, sollte zunächst die Profiltiefe überprüfen. Mindestens 1,6 Millimeter sollten es laut Gesetzgeber sein. Die größte Gefahr abgefahrener Reifen ist der unzureichende Grip auf feuchter oder nasser Straße: Wasser wird vom niedrigen Restprofil nicht mehr ausreichend verdrängt. Als gefährliche Folge kommt es zu Aquaplaning, der Fahrer verliert die Kontrolle über das Auto.
Michelin rät, die Profiltiefe aller Reifen regelmäßig zu kontrollieren. Am sichersten sind mechanische oder elektronische Profiltiefenmesser. Das Handling ist so einfach wie bei einem Lineal: Der Profiltiefenmesser wird zwischen zwei Blöcken des Profils angesetzt und die Messstange bis auf den Profilgrund geschoben. Anschließend muss nur noch der Wert abgelesen werden. Alternativ funktioniert auch der Schnellcheck mit der Ein-Euro-Münze: Befinden sich der goldene Rand und das Profil auf gleicher Höhe, ist das Profil noch etwa drei Millimeter tief und der Reifen bietet noch ausreichend Sicherheitsreserven.
Auch wenn die Reifen optisch in einwandfreiem Zustand zu sein scheinen und die rechtlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe noch nicht erreicht wurde, empfiehlt Michelin, die Reifen spätestens nach zehn Jahren vorsichtshalber auszutauschen. Pneus, die schon Risse oder Dellen auf den Flanken zeigen, müssen getauscht werden. Solche Pneus können während der Fahrt platzen und das Fahrzeug ins Schleudern bringen. Unregelmäßig abgefahrene Reifen deuten auf defekte Stoßdämpfer oder eine falsche Fahrwerksgeometrie hin. Michelin empfiehlt den Reifenkauf in der Fachwerkstatt. Ein Reifenwechsel dort sorgt gerade vor der Urlaubsreise für maximale Sicherheit.
Mehr als heiße Luft: der richtige Reifenfülldruck im Reifen
Ein Großteil der Autofahrer ist häufig mit dem falschen Reifendruck unterwegs und gefährdet damit sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Sowohl zu niedriger als auch zu hoher Druck wirkt sich dabei negativ auf das Fahrverhalten aus. Bei unzureichendem Fülldruck ermüdet der Reifen über-mäßig, Temperatur und Verschleiß nehmen überproportional zu. Das Fahr-verhalten ist stark beeinträchtigt und die Gefahr irreversibler Schäden steigt. Zusätzlich wächst auch der Kraftstoffverbrauch. Zu hoher Fülldruck beeinflusst die Fahrzeugstabilität dagegen negativ, weil sich die Reifenaufstandsfläche verkleinert. Der Abrollkomfort nimmt ab und der Verschleiß steigt.
Da der Druck im Reifen nach der Montage mit der Zeit nachlässt, empfiehlt Michelin, den Reifendruck mindestens monatlich beziehungsweise vor jeder längeren Fahrt zu überprüfen. Dabei sollte immer auch der Fülldruck im Ersatzrad geprüft werden. Gelegenheit dazu gibt es an zahlreichen Tankstellen und Werkstätten. Moderne Fahrzeuge sind zum Teil mit Reifendruckkontrollsystemen ausgestattet. Je nach Hersteller lässt sich der Reifendruck schon heute besonders einfach über eine Anzeige im Fahrzeug überprüfen. Eine Faustformel gibt es hierbei nicht, vielmehr hängt der korrekte Druck von verschiedenen Faktoren wie Reifengröße, Beladung und Höchstgeschwindigkeit ab. Den jeweils passenden Wert finden Fahrer in der Bedienungsanleitung, der Tankklappe des Fahrzeugs, der B-Säule oder in Reifendruck-Tabellen der Hersteller.
Sicheres Fahren und richtiges Parken vermeiden Schäden
Neben dem korrekten Luftdruck kommt es auch auf die individuelle Fahrweise an: Durchdrehende und quietschende Reifen sowie unnötige abrupte Bremsungen gefährden nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern schaden auch den Reifen. Das Profil nutzt sich erheblich schneller ab und die Gefahr von Schäden steigt.
Häufige Ursache von Reifenverletzungen sind die sogenannten „Bordstein-rempler“, bei denen es während der Fahrt zur Berührung eines Reifens mit dem Bordstein kommt. Durch die Belastung kann sich auch die Achs-geometrie des Fahrzeugs verändern. Die Folge ist neben einem veränderten Fahrverhalten ein unregelmäßiger Abrieb der Reifen.
Für das Parken auf dem Bordstein gilt: Nicht zu hastig auffahren, sondern das Fahrzeug langsam und im rechten Winkel hinaufrollen lassen. Andernfalls drohen Reifenschäden. In jedem Fall lohnt sich die regelmäßige Sichtkontrolle aller Reifen, denn auch weitere Faktoren können zu Schäden führen und die Sicherheit gefährden. Neben Einschnitten und lokalen Verformungen können mit zunehmendem Reifenalter auch Versprödungen und feine Risse auftreten. In all diesen Fällen empfiehlt Michelin, einen Reifenspezialisten um Rat zu fragen.
Richtiges Verhalten bei einer Reifenpanne
Auch wenn Luftdruck, Profil, Fahrweise und Reifenart stimmen: Einen vollständigen Schutz vor einer Reifenpanne gibt es nicht. Laut Statistik muss ein Autofahrer trotz moderner Pannenschutztechnik etwa alle zehn Jahre mit einem Reifenschaden rechnen. Platzt ein Reifen, sollte der Fahrer nicht abrupt abbremsen, sondern den Warnblinker einschalten und das Auto möglichst sicher ausrollen lassen. Befinden sich mehrere Passagiere im Wagen, sollten diese auf der zur Fahrbahn abgewandten Seite aussteigen. Das Warndreieck sollten Autofahrer bei schnellem Verkehr circa 100 Meter hinter dem Fahrzeug aufstellen, bei Kurven immer vor dem Kurven-Eingang. Auf Autobahnen wird eine Entfernung von mindestens 150 bis 400 Metern empfohlen. Außerdem sollte mindestens der Fahrer (in vielen Ländern auch die Passagiere) eine Warnweste überziehen, weil die Sichtbarkeit im Straßenverkehr auch eine wichtige Rolle spielt. Für den Radwechsel gibt es praktische Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Internet, beispielsweise auf der Website des ADAC. Ein vorheriges Üben erleichtert dabei im Ernstfall den Wechsel.
Ein vollwertiges Reserverad im Auto bietet nach einem Reifenschaden uneingeschränkte Mobilität. Eine günstigere Alternative bildet das Notrad, das deutlich kleiner ist und nicht so viel Platz benötigt. Die Weiterfahrt ist allerdings nur mit höchstens 80 km/h möglich, die maximale Fahrstrecke ist begrenzt. Nach dem Anbringen eines Notrades ist deshalb so bald wie möglich eine Werkstatt aufzusuchen. Das gilt auch für Fahrzeuge, die lediglich mit einem Pannenspray samt Kompressor ausgerüstet sind. Auf diese Weise lassen sich lediglich kleinere Reifenschäden beheben. Bei einem schwerwiegender beschädigten Reifen hilft in diesem Fall nur noch der Anruf beim Pannendienst.


(Quelle: Michelin)


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