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VERSCHIEDENE VERSIONEN DER NEUEN ULTRASOFTEN MISCHUNG SOWIE NEUE KONSTRUKTIONEN FÜR VORDER- UND HINTERREIFEN (SLICKS) GETESTET

02/12/15

Stoffel Vandoorne (McLaren) fuhr gegen Ende des 12-stündigen Reifentests in Abu Dhabi die schnellste Rundenzeit. Die von Pirelli organisierte Testsession auf dem glatten Asphalt des Yas Marina Circuits begann am Morgen bei 24 Grad Celsius Außen- und 35 Grad Celsius Streckentemperatur. Gegen Mittag stiegen die Temperaturen auf 28 bzw. 40 Grad Celsius.
Um das Setup der Autos einzustellen, drehten alle Fahrer zu Beginn der Session einige Runden auf den bekannten Mischungen P Zero Red (Supersoft) und P Zero Yellow (Soft). Pirelli hatte diese Kombination für das Saisonfinale, den Großen Preis von Abu Dhabi 2015, nominiert.
Die Tests mit dem Prototyp-Reifen (Slicks mit der neuen ultraweichen Mischung sowie neue Konstruktionen für Vorder- und Hinterreifen) begannen eineinhalb Stunden nach Start der Session. Die Teams testeten verschiedene Varianten der neuen ultrasoften Mi-schung, von denen Pirelli letztlich eine für die Saison 2016 auswählen wird. Die Prototypen waren weder farblich noch mit anderen sichtbaren Markierungen gekennzeichnet.
Es war ein Blindtest, das heißt, weder die Fahrer noch die Teams wussten, welche Art von Reifenspezifikation sie fuhren. Während des Tests durften die Teams weder neue Teile am Auto ausprobieren, noch andere Komponenten verändern. Der Schwerpunkt der Veran-staltung lag ausschließlich auf den Reifen. Aufgrund der glatten Fahrbahnoberfläche, der Vielzahl technisch anspruchsvoller Kurven sowie der konstanten Temperaturen war die Strecke in Abu Dhabi der ideale Austragungsort für den Test, in dessen Verlauf die we-sentlichen Aspekte des Reifenverhaltens bewertet werden konnten.
Die Session begann um 09.00 Uhr Ortszeit und dauerte bis fast 21.00 Uhr. Auf eine Mit-tagspause wurde verzichtet. Somit war es der längste eintägige Gruppentest in der Ge-schichte der Formel 1.
Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli
"In diesem Jahr hatten wir einen Versuch, Reifen für die kommende Saison zu testen. Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein, auch wenn wir die Daten erst noch vollständig ana-lysieren müssen. Wir haben verschiedene Versionen der neuen ultrasoften Mischung für 2016 getestet. Das war ein wesentliches Ziel der Veranstaltung. 2016 wollen wir eine Mi-schung präsentieren, die weicher ist als der supersofte P Zero Red und in erster Linie als aggressive Wahl für Stadtkurse dient. Die neue Mischung soll eine bessere Performance als der aktuelle supersofte Slick haben, aber schneller abbauen, um dadurch den Teams einen aggressiveren Ansatz für ihre Renn-Strategien zu ermöglichen. Noch ist es zu früh, um sa-gen zu können, ob dadurch die Zahl der Boxenstopps steigen wird oder Unterschiede in den Strategien hervorgerufen werden. Wir konzentrieren uns nun darauf, unsere Daten und die Telemetrie der Teams vollständig zu analysieren. Aber wie es scheint, sind wir auf dem richtigen Weg: Die ultrasofte Mischung wird bei bestimmten Rennen neue Möglichkeiten eröffnen.“
(Quelle: Pirelli)
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