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AUS TRADITION VON DER RENNSTRECKE IN DIE SERIENFERTIGUNG

12/11/15

Brüllende Motoren, qualmende Bremsen, Benzinge-ruch: Mehr als 300 Motorsport-Wettbewerbe und Rennserien der Spitzenklasse welt-weit beliefert Pirelli in diesem Jahr mit Reifen. Gut die Hälfte der Events stattet der Konzern dabei exklusiv aus. In den anderen Fällen stehen die Pirelli Reifen mit den Produkten anderer Hersteller im Wettbewerb. Aus diesem Engagement resultiert ein einmaliger Erfahrungs-Schatz, aus dem die Entwicklung der Pirelli Ultra High Perfor-mance Serienreifen für Pkw größten Nutzen zieht.
In einem eindrucksvollen Kurzfilm auf der neuen internationalen Website verdeutlicht Pirelli diesen kontinuierlichen Technologie-Transfer von der Strecke auf die Straße (http://racing.pirelli.com/global/en-ww/from-the-track-to-the-road).
Weltweit gilt Pirelli als Premiummarke für Höchstleistungsreifen. Diese Auszeichnung ist eng mit der historischen Erfolgsgeschichte des Konzerns im Motorsport verknüpft. Sie begann im Jahre 1907: Bei der legendären Rallye von Peking nach Paris siegte Prinz Scipione Borghese in seinem Itala. Ausgerüstet mit Pirelli Ecole Reifen benötigte er auf der 16.000 Kilometer langen Strecke lediglich vier „Boxenstopps“ für Reifen-wechsel. Am Ende siegte er mit drei Wochen Vorsprung vor der Konkurrenz.
Seither steht der Rennsport permanent im Zentrum der Forschungs- und Entwick-lungsarbeiten des italienischen Premiumherstellers. Die kontinuierliche Entwicklung innovativer Technologien und Produkte basiert sehr stark auf dieser sportlichen Aus-richtung.
Die Gründung der Formel 1 im Jahr 1950 sowie der Start internationaler Rallye-Meisterschaft zu Beginn der 1960er Jahre ließ die Popularität des Motorsports sprunghaft ansteigen. In rascher Folge entstanden zahlreiche weitere Disziplinen und Meisterschaften, von denen Pirelli seither viele mit Hochleistungsreifen ausstattet.
Das konsequente Engagement im Motorsport erfordert das Experimentieren mit ganz unterschiedlichen Materialien und Technologien. Die dabei gewonnenen Erfahrungen übertragen Ingenieure von Pirelli konsequent auf die Entwicklung von Serienreifen.
Auf diese Weise entstehen immer wieder bahnbrechende Innovationen. So resultieren die Cinturato Radial-Reifen und die Niederquerschnitts-Technologie aus der Entwick-lungsarbeit an Hochleistungs-Rallye-Reifen.
Dazu ein kurzer Blick zurück in die 1960er Jahre. Damals entdeckten immer mehr füh-rende Automobilhersteller die Möglichkeit, ihre Produkte durch Erfolge im Motorsport noch erfolgreicher vermarkten zu können. Daraufhin entwickelten sie extrem leis-tungsstarke Sportwagen, die sich in spektakulären Rennen mit den Produkten der Konkurrenz messen sollten. Doch um ihre Power auf die Rennstrecke übertragen zu können, benötigten diese Fahrzeuge leistungsstärkere Reifen.
So entwickelte Lancia 1972 mit dem revolutionären Stratos ein Fahrzeug, das die Welt des Rallye-Motorsports lange dominieren sollte. Das Fahrzeug war extrem leicht und geradezu brutal agil. Einen Haken allerdings hatte das Konzept des Superautos: Kein Reifen war zu jener Zeit in der Lage, die enorme Leistung dieses Fahrzeugs optimal auf den Asphalt zu übertragen. Die Ingenieure von Pirelli nahmen die Herausforderung an. Während ihrer Forschungsarbeit stellten sie fest: Die Reifen-Performance lässt sich durch das Verkleinern der Lamellen in der Reifenschulter beträchtlich steigern. Eine im Vergleich zur Reifenbreite schmalere Schulter erzeugt eine erheblich bessere Kurvenhaftung. Das war die Geburtsstunde des Niederquerschnittsreifens Pirelli P7. Mit diesen High-Tech Pneus ausgestattet erzielte der Stratos in Kurvenfahrten bis da-hin unerreichte Geschwindigkeiten. Diese Innovation löste bei Pirelli einen gewaltigen Wissenstransfer zwischen den Entwicklungsabteilungen Motorsport- und Serienreifen aus.
Sein Renn-Debüt gab der Pneu bei der Quattro Regioni Rally im Jahre 1974. Rallyele-gende Sandro "Der Drache" Munari siegte nach einem atemberaubenden Lauf auf den maßgeschneiderten Konzernreifen. Kaum ein Jahr später brachte Pirelli die straßen-zulässige Version des P7 Rennreifes als Erstausrüstung für den neuen Porsche Car-rera 911 Turbo auf den Markt – die erste Generation der Super-Niederquerschnittsreifen für Serienfahrzeuge. Bald darauf erweiterten der P6, der P600 und der P6000 die Pirelli Range der Super-Niederquerschnittsreifen. Später mündete diese Produkt-Gruppe in der Familie des P Zero, einem Meilenstein in der Historie von Ultra High Performance-Sommerreifen. Heute ist der P Zero weltweit für die Erstausrüstung vieler der leistungsstärksten Supersportwagen homologiert.
Das Engagement von Pirelli in der Formel 1 begann 1950, also in der Debütsaison der Serie. 2011 feierte der Reifenhersteller dann nach 20jähriger Pause ein beeindru-ckendes Comeback als exklusiver Ausrüster der Königsklasse des Motorsports.
Keine andere Serie eignet sich besser dazu, die Entwicklungszeiten zu reduzieren. Denn Formel 1- Rennen stellen das ideale Testfeld für neue Ideen und Konzepte dar und legt in allen Bereichen ein einzigartiges Entwicklungstempo vor. Die Motoren der Formel 1-Boliden verlangen dabei mit ihrem gewaltigen Drehmoment und über 750 PS Leistung den Pneus alles ab. Die Mischungen müssen enormen thermischen Belastungen standhalten, während die weltbesten Fahrer sie ans Leistungslimit bringen. Bei diesen Fahrten erhalten die Ingenieure eine Fülle von Daten, die für das Entwickeln und Optimieren der Serienreifen von unschätzbarem Wert sind. Viele der dabei erhal-tenen Erkenntnisse überträgt Pirelli unmittelbar auf die Entwicklung von Serienreifen. Denn der Hersteller strebt unaufhörlich danach, Reifen zu konstruieren, die sich durch ein Höchstmaß an Technologie, Performance, Kontrolle und Sicherheit auszeichnen.
Die Formel 1-Rennen sind jedoch nur eine Komponente der zahlreichen Testmetho-den, die Pirelli für die Forschung und Entwicklung einsetzt. Tatsächlich bildet der Ein-satz auf der Rennstrecke nur das letzte Glied in einer langen Kette von Testprozes-sen, welche die Reifen durchlaufen müssen. An deren Anfang stehen Simulatoren. In diesen Computer-gestützten Systemen werden die Reifen Kräften ausgesetzt, die weit über das Maß der durch die Formel-1 Boliden hervorgerufenen Belastungen hinaus-gehen. Im Simulator werden Höchstgeschwindigkeits-Festigkeit und Traglast der Pneus getestet. Die ermittelten Daten lassen erkennen, wie sich Reifen unter extre-men Bedingungen verhalten. Auf Basis der dabei erhaltenen Erkenntnisse entwickeln die Ingenieure von Pirelli neue Mischungen, die höchste Performance und maximale Sicherheit in allen Fahrsituationen ermöglichen. Dieser Simulationsprozess wird auch in der Produktion von Serienreifen eingesetzt. Um sie zu entwickeln, nutzt Pirelli die gleichen Materialien und Fertigungstechniken, die der Konzern in der Formel 1 ein-setzt. Das Ergebnis dieser Arbeit sind Reifen, die an Leistung, Sicherheit und Fahr-komfort kaum zu übertreffen sind.
Das spiegelt sich auch in der steigenden Zahl an Homologationen, die Pirelli als einen weltweit führenden Lieferanten von maßgeschneiderten Erstausrüstungsreifen für die neuesten Automobile der Premium- und Prestige-Segmente erhält.
Auf der neuen internationalen Website von Pirelli (www.pirelli.com) finden Sie weitere interessante, im Magazin-Stil verfasste Beiträge über aktuelle Entwicklungen in der Konzern-Welt. Die digitale Plattform bietet den Besuchern vielfältige Einblicke in die zahlreichen Markenzeichen, die maßgeblich für Pirelli sind: Zum Themenspektrum gehören neben den Produkten Einblicke in das Geschäftsleben, der Motorsport, der Komplex Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie die Bereiche Kunst und Kultur.
Source: Pirelli
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