10/11/15

Für den Großen Preis von Brasilien 2015 nominierte Pirelli den P Zero White (Medium) und den P Zero Yellow (Soft). Keine andere Kombination wurde in dieser Saison so oft eingesetzt – in Sao Paulo zum neunten und letzten Mal in diesem Jahr.
Der Circuit in Brasilien gehört zu den kürzesten Rennstrecken im Formel 1-Kalender, doch zugleich zeichnet sich eine Runde auf dieser Strecke durch ihre besondere Intensität aus. Der Circuit wird entgegen dem Uhrzeigersinn gefahren, was in der Formel 1 recht unge-wöhnlich ist. Auf Fahrer und Reifen wartet viel Arbeit in Interlagos, allein der Track und sein Layout setzt sie hohen physikalischen Belastungen aus. Und die werden nicht sel-ten durch Wetterkapriolen noch erhöht. So wurden im vergangenen Jahr in Brasilien die höchsten Strecken-Temperaturen der Saison gemessen. Aber auch starke Regenfälle beeinflussten in der Vergangenheit so manchen GP von Brasilien. Sollte es trocken bleiben, dann ist Interlagos der ideale Einsatzort für die vielseitigen Slick-Mischungen Medi-um und Soft.
Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli:
“Interlagos gehört zu jenen historischen Strecken, welche die Geschichte der Formel 1 maßgeblich geprägt haben. Wir freuen uns daher, wieder hier zu sein und erneut die ein-malige Atmosphäre sowie die Leidenschaft der brasilianischen Fans erleben zu dürfen. Die Strecke von Interlagos wurde nach dem Rennen im vergangenen Jahr neu asphaltiert. Dadurch verändert sich das Verhaltensmuster der Reifen auf dem Track. Es wird interes-sant sein zu beobachten, wie der neue Belag den Einsatz der Slicks beeinflusst. Inter-lagos zählt traditionellerweise zu den Circuits, auf denen große Energiemengen auf die Reifen einwirken. Wir gehen aus diesem Grund davon aus, dass die meisten Fahrer im Rennen zwei oder drei Mal die Reifen wechseln. Doch wie immer werden wir erst nach den beiden ersten Sessions des Freien Trainings am Freitag ein klareres Bild vom Zustand der Strecke und ihrem Zusammenspiel mit den Reifen haben.”
Die größten Herausforderungen für die Reifen
Durch die neue Asphaltierung im vergangenen Jahr veränderte sich der Grad der Rauig-keit der Strecke. Auch wartet der Circuit mit einer neuen Boxengasse auf.
Der Kurs wird entgegen dem Uhrzeigersinn befahren. Infolgedessen ist die Belastung für die rechten Hinterreifen am stärksten. Ebenso wie dann beim Saisonfinale in Abu Dhabi.
In Interlagos wirken häufig Längs- und Querkräfte gleichzeitig auf die Reifen ein. Dadurch steigt die Temperatur in den Mischungen stark an. Die Autos fahren zumeist mit hohem Abtrieb, wobei sich die Anforderungen an den aerodynamischen und den mechanischen Gripp ungefähr die Waage halten.
Die erfolgreiche Strategie des vergangenen Jahres
Im vergangenen Jahr herrschte während des Rennwochenendes eine Hitzewelle in Bra-silien. Das entsprach nicht den typischen Bedingungen, die diesmal erwartet werden. 2014 gewann Nico Rosberg (Mercedes GP) das Rennen mit einer Drei-Stopp-Strategie. Er startete auf den soften Slicks und ließ in den Runden sieben, 26 und 50 Medium-Slicks aufziehen. Kimi Raikkonen erzielte mit Rang sieben die beste Platzierung jener Fahrer, die sich für zwei Stopps entschieden hatten.
Erwarteter Performance-Unterschied zwischen den beiden Mischungen
0,9 Sekunden pro Runde.
Wem wir in dieser Woche auf Twitter folgen
@HaasF1Team. Sie haben Fahrer, sie haben ein Auto, und sie haben Motoren. Haas zählt zu den interessantesten Neulingen in der Formel 1. Auf ihrem Twitter Account kann man sich darüber informieren, wie man sich auf das Abenteuer vorbereitet.
(Quelle: Pirelli)