19/06/15

Für das GP2-Rennen in Österreich nominierte Pirelli den P Zero White (Medium) und den P Zero Red (Supersoft). Der schnelle und flüssig zu durchfahrende Kurs in Spielberg bietet Fahrern und Zuschauern jede Menge Unterhaltung, dazu tragen auch mehrere Höhenwechsel sowie technisch anspruchsvolle Kurven bei, in deren Ausgang es besonders darauf ankommt, viel Traktion auf die Strecke zu bringen.
Fünf Wochen nach dem letzten Rennen in Spanien wird auf dem österreichischen Circuit auch die GP3-Serie fortgesetzt.
Die Strecke stand im vergangenen Jahr erstmals auf dem Rennkalender. Eine Runde misst hier nur 4,326 Kilometer, ist also relativ kurz. Typisch für die Rennen in Österreich ist zudem das Risiko von sommerlichen Wetterumschwüngen. Das bedeutet, die Fahrer müssen auf der Strecke jede Möglichkeit, sich einen Vorteil zu verschaffen, optimal nutzen. Und sie müssen auf sich ändernde äußere Umstände schnell und angemessen reagieren.
Die Autos der GP3 werden mit weichen Slicks ausgestattet, deren vielseitige Mischung speziell für diese Serie entwickelt wurde. Auf Strecken mit vergleichsweise geringen Schwierigkeitsgraden decken diese Reifen ein breites Einsatzspektrum ab. Wie in der GP2 ist in dieser Saison auch in der GP3 das Rennen am Samstag länger als jenes am Sonntag.
Mario Isola, Racing-Manger Pirelli
“Auf dem Circuit in Österreich fanden 2014 erstmals Rennen der GP2 und der GP3 statt. Daher können die Teams kaum auf historische Erfahrungen mit der Strecke zurückgreifen. Wir wissen allerdings, dass er die Reifen nicht allzu stark belastet. Im vergangenen Jahr, als Österreich erstmals wieder auf dem Kalender stand, nominierten wir die Mischungen Medium und Soft. Das war im Nachhinein betrachtet wohl etwas zu konservativ. Daher haben wir als optionalen Reifen eine weichere Mischung gewählt. In dieser Saison spielte die Reifen-Strategie in sämtlichen Hauptrennen der GP2 eine extrem wichtige Rolle. Das wird in Österreich sicher nicht anders sein. Das besondere Layout der Strecke und die Eigenschaften der Mischungen eröffnet den Fahrern eine Vielzahl von strategischen Möglichkeiten. In der GP3 steht dagegen eher das Reifen-Management im Vordergrund, weniger die Strategie, schlicht weil nur eine Mischung nominiert ist. Wie im Vorjahr wird in Österreich die weiche Mischung gefahren, allerdings sind in diesem Jahr die Mischungen durch die Bank etwas weicher als ihre Vorgänger. In der Vergangenheit hat es während der Rennen in Österreich häufiger geregnet. Dieser Faktor könnte auch am kommenden Wochenende die Rennen beeinflussen.”
Die Herausforderung für die Reifen
Auf diesem Track stehen die beim Bremsen und Beschleunigen auftretenden Längskräfte im Vordergrund, weniger die Querkräfte. Die allgemeine Belastung der Reifen ist eher gering, denn die durch die Reifen geleiteten Kräfte sind überschaubar, zudem bietet die Strecke wenig Grip.
Auf dem Spielberg Circuit wird im Uhrzeigersinn gefahren. Allerdings gibt es zwei Kurven (5 und 6), welche die rechten Reifen des Autos besonders stark belasten. Das sind die einigen Abschnitte der Strecke, in denen sowohl Längs- als auch Querkräfte auf die Reifen einwirken und ihnen den Großteil der Energie entziehen.
Die Teams fahren in Österreich meist mit hohem Abtrieb, um möglichst viel aerodynamischen Grip zu erzeugen. Weil die meisten Kurven aber ziemlich langsam sind, spielt der mechanische Grip der Reifen die weitaus wichtigere Rolle.
Die Rennen und die Regeln
GP2
Jedes Auto wird pro Rennwochenende mit fünf Sätzen Slicks und drei Sätzen Regenreifen ausgestattet. Das Kontingent der Slicks besteht aus drei Satz der härteren Mischung (Medium) und zwei Satz der weicheren Mischung (Supersoft).
Die Fahrer können ihr Reifen-Kontingent nach Belieben einsetzen, allerdings müssen im Hauptrennen beide Sick-Mischungen verwendet werden – sofern es sich nicht um ein Regenrennen handelt. Nach dem freien Training ist ein Satz der harten Mischung zurückzugeben.
Das freie Training beginnt am Freitag um 12.00 Uhr, das Qualifying um 15.55 Uhr. Das Rennen Eins am Samstag wird um 15.40 Uhr gestartet und geht über 40 Runden. Jeder Fahrer muss dabei einen Pflichtstopp an der Box absolvieren, allerdings nicht innerhalb der ersten sechs Runden. Anders als in der Formel 1 müssen die Fahrer das Rennen nicht mit jenen Reifen beginnen, auf denen sie sich qualifizierten.
Die Startaufstellung für das Rennen Zwei am Sonntag ab 10.35 Uhr ergibt sich aus den Platzierungen des ersten Rennens am Samstag. Allerdings starten die acht bestplatzierten Piloten in verkehrter Reihenfolge. Rennen Zwei geht über 28 Runden, ein Boxenstopp ist nicht vorgeschrieben.
GP3
Jeder Fahrer erhält pro Rennwochenende drei Satz Slicks und zwei Satz Regenreifen. Für die Slicks wird nur eine Mischung nominiert: an diesem Wochenende fahren die Piloten mit soften Slicks. Ihr Reifen-Kontingent können sie dabei frei einsetzen. Sämtliche Mischungen für die GP3 sind gelb markiert.
Im freien Training dürfen die Fahrer jeweils einen Reifensatz aus dem jeweils vorangegangenen Rennen einsetzen. Dabei handelt es sich um die harten Slicks, die in Spanien gefahren wurden.
In der GP3-Serie gibt es pro Rennwochenende eine Trainings-Einheit, eine Qualifying-Session sowie zwei Rennen. Das freie Training beginnt am Freitag um 17.50 Uhr, das Qualifying am Samstag um 09.45 Uhr. Rennen Eins startet am Samstag um 17.20 Uhr und ist auf 24 Runden angesetzt. Das Rennen Zwei findet am Sonntag ab 09.25 Uhr statt und geht über 18 Runden. Die Startaufstellung ergibt sich aus den Platzierungen des ersten Rennens am Samstag. Wie in der GP2 starten die acht bestplatzierten Piloten in verkehrter Reihenfolge.
(Quelle: Pirelli)