27/05/15

Gleich bei seiner ersten Rallye nach dem Wechsel auf Pirelli gewann Rallye-Ass Nasser Al-Attiyah die WRC2-Kategorie der Rallye Portugal. Der amtie-rende WRC2-Weltmeister, bereits 2006 Weltmeister in der Produktionswagenklasse (PWRC), 2011 und 2015 Sieger bei der Rallye Dakar sowie 2012 Gewinner der Bronze-medaille bei den Olympischen Spielen, gewann die Rallye, die diesmal auch über einige neue Etappen führte, nach einem engen Fight.
Nachdem die Rallye in den vergangenen Jahren im Süden des Landes ausgetragen wor-den war, kehrte der portugiesische Ableger der WRC nun erstmals seit 2001 zu den klas-sischen Etappen rund um Porto zurück – darunter auch die legendäre Fafe.
Die einzelnen Abschnitte erwiesen sich dabei als extrem herausfordernd für Fahrer und Technik, die Fahrbahnverhältnisse stellten höchste Anforderungen an die Reifen. Pirelli konnte bei diesen Bedingungen seinen zweiten WRC2-Erfolg in Folge feiern, nachdem Abdulaziz Al Kawari schon im vergangenen Monat in Argentinien erfolgreich war.
Nachdem er mit seinem Ford Fiesta RRC auf allen Etappen gut unterwegs war, siegte Al-Attiyah schlussendlich mit 37 Sekunden Vorsprung und führt nun die WRC2-Wertung an. “Das war für jeden Fahrer eine neue Rallye, hier besaß niemand irgendwelche Erfahrun-gen mit der Strecke, von denen er hätte profitieren können“, betonte Al-Attiyah nach dem Lauf. “Wir waren diesmal sehr stark und schnell, und ich bin wirklich glücklich, wieder gewonnen zu haben.”
Auch Robert Kubica ging nach seinem Verzicht auf die Rallye Argentinien in Portugal wie-der an den Start - mit einem neu strukturierten Team sowie der jüngsten 2015-Spezifikation des Ford Fiesta RS WRC. Das Auto profitierte von den umfangreichsten Up-grades seit Einführung des Modells 2011. Während seines Debüts in dem brandneuen Au-to konzentrierte er sich darauf, die charakteristischen Eigenschaften des Autos und insbe-sondere dessen Zusammenspiel mit den Reifen kennenzulernen. Robert Kubica fuhr feh-lerlos und belegte den neunten Rang vor Martin Prokop, der in einem ebenfalls von Pirelli ausgestatteten 2015er Ford Fiesta in die Punkte kam.
“Obwohl wir ein neues Auto auf unbekannten Etappen einsetzten, konnten wir ein hohes und gleichmäßiges Tempo halten, und dabei jegliche Zwischenfälle auf der Straße oder im Servicebereich vermeiden“, gab er zu Protokoll. “Nach der Pause von rund zweieinhalb Monaten benötigte ich etwas Zeit, um wieder das erforderliche Feeling am Steuer zu ent-wickeln, doch alles in allem war es ein gutes Wochenende.“
Die von Pirelli ausgerüsteten Fahrer setzten den Pirelli Scorpion KH Reinforced mit harter Mischung als Hauptreifen ein, während sie den Pirelli Scorpion KS Reinforced mit weiche-rer Mischung als Option für kühlere Witterungsbedingungen oder sandige Streckenab-schnitte nutzten. Beide Reifen-Modelle basieren auf dem K-Produkt des Vorjahres, waren aber für die 16 Schotter-Etappen der Rallye noch stabiler und haltbarer ausgelegt worden.
Matteo Braga, leitender Ingenieur bei Pirelli, kommentiert: “Wir sind erfreut, Nasser in un-serer Renn-Familie begrüßen zu dürfen. Und wir sind glücklich, dass er gleich bei seinem ersten Rennen mit unseren Reifen sogleich erfolgreich war und den Lauf gewinnen konn-te. Die Rallye in Portugal war der härteste Wettkampf seit langer Zeit: Die Etappen erwie-sen sich als ungemein schwierig und herausfordernd, insbesondere für die Reifen. Die K-Serie hat eine sehr steife Konstruktion, ein einzigartiges Laufflächen-Profil sowie Mischun-gen, die mit dem Ziel entwickelt wurden, ein breites Anforderungsspektrum abzudecken. Diese Faktoren halfen dabei, einen Reifen mit einer guten Gesamt-Performance zu liefern,der sowohl an WRC-Autos überzeugt - wie wir bei Robert und Martin sehen konnten – als auch an WRC2-Wagen. Weil wir in diesem Jahr keine Werksteams ausrüsten, konzentrie-ren wir uns darauf, ein gutes Kunden-Produkt zu liefern. Bislang gelang uns das sehr gut.”
Die nächste Runde der World Rally Championship findet vom 11. – 15. Juni auf Sardinien statt, die Rally d'Italia.
Quelle: Pirelli