Bestellstatus x
Abmelden

Der Große Preis von China und die Reifen

15/04/11

Shanghai (China), 14. April 2011 – Weniger als 72 Stunden nach Ende des Großen Preises von Malaysia bereitet sich Pirelli bereits auf den Grand Prix in China vor, der dritten Runde der Formel 1 Weltmeisterschaft 2011. Wie schon in Australien werden die Teams einen zusätzlichen Satz harter Reifen erhalten. Den dürfen sie allerdings nur beim ersten freien Training am Freitag nutzen. Die Verteilung für das restliche Wochenende wird davon nicht beeinflusst.
Reifenabrieb:
Für den Großen Preis von China sind die P ZERO Reifen mit der harten und der soften Mischung nominiert. In Übereinstimmung mit der Philosophie von Pirelli, Überholmanöver sowohl auf der Strecke als auch in der Boxengasse zu fördern, sind mindestens zwei Boxenstopps je Bolide das Ziel.
Der im Vergleich zu vorherigen Jahren stärkere Abrieb der Reifen kann dazu führen, dass Gummiteile auf der Strecke liegen. Sie sind unterschiedlich groß, haben meistens die Form und Konsistenz von Bonbons und wiegen durchschnittlich zwischen zehn und 20 Gramm. Im warmen Zustand sind diese Streifen biegsam. Kühlen sie ab, werden sie härter, wie Sahnebonbons. Diesen Reifenabrieb gab es in der Formel 1 schon immer. Doch auf Grund der Charakteristik der neuen Mischungen von Pirelli sind die Teile im Durchschnitt größer und weicher als die harten und runden Gummiteilchen, die in der Vergangenheit bei den Rennen zu sehen waren.
Ein neuer Formel 1-Reifen wiegt durchschnittlich achteinhalb Kilogramm. Er verliert während eines Stints auf der Strecke rund eineinhalb Kilogramm. Durch die höhere Anzahl an Boxenstopps bleibt auch mehr Gummi auf der Strecke.
Dieses Phänomen ist in der F1 nicht neu. Doch auf Stecken wie in Malaysia, die einen höheren Reifenabrieb haben, tritt es verstärkt auf. Pirelli arbeitet derzeit daran, diese Ablagerung zu reduzieren. Allerdings: Gummi auf der Strecke ist ein unausweichlicher Nebeneffekt des Abriebs. Und die Abriebsteilchen stellen keine Gefahr für die Teilnehmer und Zuschauer dar.
Der Belag und das Wetter in China sind generell weniger aggressiv als in Malaysia. Die Bedingungen ähneln eher denen in Australien. Daher sollte es 30 Prozent weniger Reifenverschleiß sowie weniger Boxenstopps geben, als beim Großen Preis von Malaysia, wo es vom Start bis zum Ziel einen spannenden Kampf gab.

Die Strecke:
Der Shanghai International Circuit hat schnelle Geraden und sehr lange Kurven – ein harter Test für die Reifen. Die Strecke ist 5,451 Kilometer lang. Die Renndistanz, gefahren auf glattem Asphalt, beträgt bei 56 Runden 305,066 Kilometer. Die erste Kurve zieht sich und fokussiert die gesamte Belastung auf den linken Vorderreifen, der zu Beginn des Rennens noch kalt sein wird. Da diese Kurve einen engen Radius hat, sinkt der aerodynamische Grip, und der Fokus wechselt auf den mechanischen Grip. Am Ende des ersten Komplexes schalten die Fahrer schnell durch die Gänge und erreichen in einem atemberaubenden Bogen eine Spitzengeschwindigkeit von 280 Stundenkilometer.
Kurve 13 ist die Anspruchsvollste. Dort muss der linke Hinterreifen eine Querbeschleunigung aushalten, die das Dreifache der normalen Belastung der Karkasse beträgt. Das wird noch betont durch die Wölbungen der Strecke, die in einigen Abschnitten auftreten.
Am Ende der Geraden bremsen die Fahrer stark und fahren nach rechts in eine enge Haarnadelkurve (Kurve 14), die im ersten Gang genommen wird. Dabei bremsen sie in weniger als drei Sekunden von der durch mehr als 830 PS erzeugten Höchstgeschwindigkeit herunter.
Beim letzten wichtigen Kurven-Komplex, der zur Start- und Zielgeraden führt, muss die Reifenmischung dann maximalen Grip liefern, um das Durchdrehen der Räder zu verhindern.
Das sagt der Motorsport Direktor von Pirelli:
Paul Hembery: „Wir freuen uns auf ein weiteres spannendes Rennen in China und wollen niemanden enttäuschen, der sagt, wir hätten die Rennen zu spannend gemacht: Es stimmt: Man läuft Gefahr, etwas Wichtiges zu verpassen, wenn man erst während der Mitte des Rennens einsteigt! Nachdem die Teams ihre verschiedenen Strategien umgesetzt hatten, waren die letzten zehn Runden in Sepang absolut spannend. Aber man kann kein Omelette backen, ohne Eier zu zerbrechen – oder wie im Falle von Malaysia Gummiabrieb zu produzieren. Die Gummiteilchen auf der Strecke sind eine natürliche Konsequenz des erhöhten Reifenabriebs, der zu spannenderen Rennen geführt hat. Dieses Gummi muss, wie bereits in der Vergangenheit, irgendwo bleiben. Wie gesagt, wir möchten dem Interesse der Teams entgegen kommen und suchen nach Wegen, diesen Abrieb zu reduzieren. Aber wir werden nicht unsere fundamentale Philosophie ändern: Wir wollen das Rennen den Rennfahrern zurückgeben.”
Sind Eco-Reifen wirklich umweltfreundlich? Der Faktencheck
14/05/26
Sind Eco-Reifen wirklich umweltfreundlich? Der Faktencheck
Eco-Reifen können den Kraftstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen senken, ohne die Leistung im Alltag zu beeinträchtigen. Lesen Sie unseren Ratgeber und erfahren Sie, ob sie die richtige Wahl für Ihren nächsten Reifenwechsel sind.
Mehr lesen
Qu’est-ce que l’équilibrage des roues et pourquoi est-il important pour vos pneus
27/04/26
Qu’est-ce que l’équilibrage des roues et pourquoi est-il important pour vos pneus
L’équilibrage des roues assure une répartition uniforme du poids sur vos pneus, évitant vibrations et usure irrégulière. Cet article explique les causes du déséquilibre, les signes à surveiller et pourquoi un équilibrage régulier est essentiel pour la sécurité et la performance.
Mehr lesen
Was ist Radauswuchten und warum es für Ihre Reifen wichtig ist
27/04/26
Was ist Radauswuchten und warum es für Ihre Reifen wichtig ist
Das Radauswuchten sorgt für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf Ihre Reifen und verhindert Vibrationen, ungleichmäßigen Verschleiß und einen geringeren Fahrkomfort. Dieser Artikel erklärt, wie Unwucht entsteht, auf welche Anzeichen Sie achten sollten und warum regelmäßiges Auswuchten für Sicherheit, Effizienz und die langfristige Leistung Ihrer Reifen unerlässlich ist.
Mehr lesen
Was verursacht Reifenseitenwandschäden und wie lassen sie sich vermeiden?
14/04/26
Was verursacht Reifenseitenwandschäden und wie lassen sie sich vermeiden?

Schäden an der Reifenseitenwand können durch Bordsteinkanten, Schlaglöcher, zu niedrigen Reifendruck oder Alterung entstehen. Sie führen oft zu ernsthaften Sicherheitsrisiken und sind nicht reparierbar. Regelmäßige Kontrollen, der richtige Reifendruck und eine vorsichtige Fahrweise tragen dazu bei, Schäden zu vermeiden und die Lebensdauer der Reifen zu verlängern.


Mehr lesen
Was Sie beim Online-Kauf von Reifen beachten sollten
24/03/26
Was Sie beim Online-Kauf von Reifen beachten sollten

Reifen online zu kaufen spart Zeit und Geld – vorausgesetzt, man weiß, worauf es ankommt. Von der richtigen Reifengröße bis zum Vermeiden versteckter Kosten und unseriöser Anbieter machen einige wichtige Punkte den Unterschied. Dieser Leitfaden zeigt, worauf Sie achten sollten, um sicher und informiert zu kaufen.


Mehr lesen
Reifenabrieb, Mikroplastik und die Zukunft nachhaltiger Reifentechnologie
09/03/26
Reifenabrieb, Mikroplastik und die Zukunft nachhaltiger Reifentechnologie

Der Verschleiß von Reifen setzt kleine Partikel frei, die in der Umwelt zu Mikroplastik werden können. Dieser Artikel erklärt, was Reifenabriebpartikel sind, warum sie eine Umwelt­herausforderung darstellen und wie die Reifenindustrie nachhaltigere Technologien, neue Materialien und Designs entwickelt, um die Umweltbelastung zu reduzieren.


Mehr lesen
20 of 5736 News