12/03/15

Drei Tage vor dem ersten Rennen in der neuen Saison der Königsklasse des Motorsports präsentierte Pirelli heute die aktuelle 2015er-Kollektion der Formel 1-Reifen. Für das italienische Unternehmen beginnt damit das fünfte Jahr in Folge als exklusiver Ausrüster der Formel 1. Mit diesem Engagement unterstreicht der Hersteller seine Expansions-Strategie im internationalen Motorsport, in dem er bereits seit geraumer Zeit eine führende Position innehat. In diesem Jahr beteiligt sich Pirelli an über 300 Meisterschaften in mehr als 40 verschiedenen Ländern. In rund der Hälfte dieser Wettbewerbe und Serien konkurrieren dabei die Reifen verschiedener Hersteller miteinander.
Eine Spitzen-Performance, zahlreiche Überholmanöver und spannende Rennen mit mindestens zwei Boxenstopps pro Auto: Diese Ziele peilt Pirelli mit seiner jüngsten Kollektion der Formel 1-Reifen an. Darüber hinaus festigt das Unternehmen seine Beziehung zur FIM Superbike World Championship – in der Weltmeisterschaft werden Pirelli Reifen bereits seit elf Jahren eingesetzt – und erhöht seine Präsenz in der asiatischen Motorsport-Szene, insbesondere in den prestigeträchtigsten Marken-Cups, darunter die Meisterschaften von Ferrari, Lamborghini und Maserati. Im Rallye-Sport ist Pirelli auf weltweiter Ebene immer stärker engagiert, ebenso in Europa, wo in 2015 neue Engagements starten. Darunter das populäre ADAC GT Masters in Deutschland, wo die Supersportwagen renommierter Hersteller wie Audi, Mercedes und Porsche starten.
Zudem ist Pirelli stolz darauf, neue Wettbewerbe wie die Formel 4 in Deutschland zu unterstützen und so die Karriere von Nachwuchs-Fahrern flankierend zu fördern.
Seine neuen Produkte für Meisterschaften auf vier und zwei Rädern stellte Pirelli im historischen Zentrum von Melbourne vor: Die Region zählt nicht nur im asiatisch-pazifischen Raum zu den Brennpunkt des internationalen Motorsports. Am kommenden Wochenende startet dort die Formel 1-Saison, drei Wochen später wird auf Philip Island das erste Rennen der World Superbike Championship ausgetragen.
Präsentatoren der Pirelli Innovationen 2015 waren die Motorsport-Direktoren Paul Hembery (Auto) und Giorgio Barbier (Motorrad). Rund 500 Mitarbeiter gehören zu den von ihnen geleiteten Abteilungen, darunter 200 Wissenschaftler. Sie entwickeln jährlich 175 Reifen-Profile.
Die Teams verteilen sich weltweit auf sechs Forschungs- und Entwicklungszentren (zwei davon befinden sich in Italien. Dort werden die Mischungen und Strukturen der Motorsport-Reifen entwickelt), fünf Fabriken (Türkei, Rumänien, Deutschland, Argentinien und Brasilien mit angegliederten Forschungszentren) und einem Logistik-Zentrum in Großbritannien. Pro Jahr fertigt Pirelli rund 570.000 Reifen für den Motorsport. Aufgestapelt erreichten sie eine Höhe von 180 Kilometern, nebeneinander gelegt würden sie eine Strecke von fast 400 Kilometern ergeben. Nach jedem Rennen werden die eingesetzten Reifen entsprechend der geltenden Nachhaltigkeits-Standards recycelt.
DIE NEUE FORMEL 1-REIFEN-RANGE. Um den Anforderungen der neuen F1-Autos optimal zu entsprechen, wurden die sechs Reifen-Profile der vergangenen Saison weiterentwickelt. Die 2015-Boliden sind pro Runde bis zu zwei Sekunden schneller als ihre Vorgänger, zudem ermöglichen die neuen Hybrid-Triebwerke eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit. Die Hinterreifen der gesamten P Zero-Range erhielten daher eine neue Struktur, um die Hitze und die Kräfte gleichmäßiger im Reifen zu verteilen und dadurch eine einheitlichere Performance zu erzielen. Die Optimierung des Drucks auf der Aufstandsfläche sowie der Wärmeverteilung in den Pneus zählen zu den grundlegenden Weiterentwicklungen der Reifen. Durch den gleichmäßigeren Kontakt mit dem Asphalt verbessern sich Grip und Handling der Profile.
Komplett neu ist die Mischung der supersoften Slicks. Sie soll Blasenbildung und Graining verhindern. Die Neuerungen entstanden außerhalb der Saison und bilden einen weiteren Beleg für die von Pirelli gepflegten Philosophie, Produkte kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern. Diesen Ansatz demonstriert das Unternehmen seit seiner Rückkehr in die Formel 1 im Jahre 2011.
PIRELLI AUF ZWEI RÄDERN. Auch in diesem Jahr ist der italienische Hersteller offizieller exklusiver Reifenausrüster sämtlicher Klassen der FIM Superbike World Championship. Diese Vereinbarung läuft noch bis 2018. Somit entwickelt sich die im Jahre 2004 begonnene Partnerschaft zur dauerhaftesten Beziehung einer Meisterschaft zu einem Reifenlieferanten in der Geschichte des internationalen Motorsports. Ebenso fest verbunden ist Pirelli mit der FIM Motocross World Championship – dort stehen bereits 62 Weltmeistertitel auf dem Konto des Reifenherstellers – und der FIM Endurance World Championship, die in diesem Jahr aus vier Veranstaltungen besteht. Darüber hinaus ist das Unternehmen von 2014 bis 2016 offizieller Motorradreifen-Sponsor der AMA Supercross – eine FIM Weltmeisterschaft – und stattet zudem etliche Fahrer mit Reifen aus. Nicht zuletzt ist Pirelli bei zahlreichen nationalen Meisterschaften prominent vertreten, darunter die BSB (British Superbike Championship), die CIV (Italian National Championship), die IDM (International German Championship) sowie die FSBK (French Superbike Championship). Im asiatisch-pazifischen Raum ist der italienische Premiumhersteller offizieller Exklusivausrüster der Superbike-Serien in Malaysia und auf den Philippinen. Zum ersten Mal in der Geschichte dieser Meisterschaft findet 2015 ein Rennen in Thailand statt. Dort beteiligt sich Pirelli zudem an der FIM Motocross World Championship. In Japan wurde die Pirelli Cup 600 Challenge Serie eingeführt, um junge Talente des Landes zu fördern. Des Weiteren eröffnet Pirelli in diesem Jahr in Indonesien sein viertes Werk für die Produktion von Motorrad-Reifen.
ZUNEHMEND GLOBAL: DAS BETÄTIGUNGSFELD VON PIRELLI. Pirelli setzt seine Expansionspolitik im asiatisch-pazifischen Raum fort, wobei das Verfestigen des Technologie-Transfers zwischen Rennstrecke und Straße zu den Schlüsselzielen gehört. Darüber hinaus ist das Unternehmen in dieser Region an einer Vielzahl weiterer Motorsport-Serien mit sehr unterschiedlichem Charakter beteiligt, darunter die Ferrari Challenge (sie führt in sieben Etappen von Sepang nach Abu Dhabi), die Lamborghini Trofeo, die Australische GT Meisterschaft und die Chinesische Rallye Meisterschaft.
JUGEND BILDET EINEN SCHWERPUNKT. Junge Talente zu fördern hat für Pirelli seit jeher hohe Priorität. Das zeigten in der Vergangenheit unter anderem das Pirelli Star Driver Programm und die WRC Academy. Das Engagement setzt sich in der Unterstützung der GP2 und der GP3 fort, die nach und nach immer erfolgreicher werden. In diesem Jahr ergänzt die Formel 4 die Reihe der Nachwuchs-Meisterschaften. Sie wurde mit dem Ziel entwickelt, die Lücke zwischen dem Kartsport und den anspruchsvolleren Rennklassen zu schließen. Pirelli unterstützte die neue Meisterschaft von Beginn an. Die Rennen finden in mehreren Ländern auf mehreren Kontinenten statt. Die Autos haben unterschiedliche Motoren und Chassis. Zudem beteiligen sich mehrere Reifenhersteller an diesem Wettbewerb.
NEWS AUS DEUTSCHLAND. In Deutschland ist Pirelli in diesem Jahr exklusiver Reifenausstatter des ADAC GT Masters. Bei den Rennen starten für den Renneinsatz modifizierte Modelle der Supersportwagen renommierter Hersteller. Auch die Serienmodelle dieser Supersportwagen stehen in der Erstausrüstung häufig auf maßgeschneiderten Reifen von Pirelli. Diese jüngste Initiative unterstreicht die enge Beziehung zwischen den Konzern-Reifen für Wettkämpfe und jenen für das tägliche Fahren auf der Straße: ein Merkmal aller Pirelli Produkte. Die GT-Serien sind ein Sprungbrett für künftige Champions, ebenso wie die neue Formel 4 in Deutschland, die ebenfalls von Pirelli beliefert wird.
PRÄSENZ AUF DEM AMERKANISCHEN MARKT GEFESTIGT. Auf dem amerikanischen Kontinent – auf dem in diesem Jahr vier Grand Prix-Rennen der Formel 1 stattfinden – stärkt Pirelli 2015 seine Präsenz. Amerika ist weltweit der größte Markt für den Konzern. Dort finden auch zwei der bedeutendsten Motorsport-Meisterschaften statt: die Pirelli World Challenge (vom MINI bis zum Porsche reicht das Spektrum der Automobile, die auf den berühmtesten amerikanischen Circuits antreten) und die brasilianische Stock Car Meisterschaft, um die Fahrer wie Rubens Barrichello kämpfen, der im vergangenen Jahr den Titel gewann.
Motorsport-Direktor Paul Hembery präsentierte in Melbourne das aktuelle Motorsport-Programm von Pirelli: “Es ist ein Privileg für uns, hier die Formel 1-Saison zu eröffnen und unsere Pläne für das Jahr 2015 zu präsentieren. Denn das Motorsport-Engagement von Pirelli begann tatsächlich im asiatisch-pazifischen Raum. Konkret: Im Jahr 1907 mit dem Sieg bei der Rallye von Peking nach Paris. Zudem feiern wir das 90-jährige Jubiläum unseres ersten Grand Prix-Sieges, den wir 1925 errangen. Seither hat sich die Reifentechnologie in Quantensprüngen weiterentwickelt. Nicht verändert hat sich unsere Freude am Wettkampf. Sie ist seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil unserer DNA und die treibende Kraft hinter der Entwicklung jener zahlreichen Innovationen, die wir immer wieder auf die Straße bringen und die sowohl der Sicherheit als auch der Performance dienen. Zu Beginn der Saison freuen wir uns darauf zu sehen, wie präzise die Teams ihre Autos weiterentwickelt haben. Das wird die Interaktion zwischen Auto und Reifen verändern. Zudem wird in diesem Jahr ein Rennen in Mexiko stattfinden. Auch in diesem Land betreiben wir ein Werk und sind im Markt stark vertreten. Jenseits der Formel 1 dehnen wir unsere weltweiten Aktivitäten weiter aus und festigen damit den Ruf von Pirelli als am stärksten im Motosport involvierten Reifenhersteller der Welt. Die vorsaisonalen Formel 1-Tests in Spanien zeigten, dass die Performance unserer neuen Reifen unseren Erwartungen entspricht. Bislang tragen die von uns vorgenommenen Verbesserungen zu den von uns gewünschten Resultaten der 2015-Autos bei.”
Giorgio Barbier, verantwortlich für die Pirelli Aktivitäten im Motorradsport, ergänzt: “Die konstruktive Zusammenarbeit und der offene Meinungsaustausch mit Entwicklern, Herstellern, Teams und Fahrern waren stets die entscheidenden Komponenten unseres Erfolgs. Die Arbeit, die wir in Top-Meisterschaften für Serienmodelle sowie in alle anderen Rennserien investieren, ist grundlegend für die Entwicklung unserer Rennreifen sowie der Reifen für Endverbraucher. Aufgrund der steigenden Verkaufszahlen bei Motorrädern wird der asiatisch-pazifische Raum für uns zu einem sehr interessanten Markt, in dem wir in den kommenden Jahren noch mehr investieren werden.“
(Quelle: Pirelli)