01/04/11

Abkommen: Fulda Fahrer dürfen in Litauen ungestraft "schwarz fahren"...
In Litauen hat die deutsche Traditionsmarke Fulda einen besonderen Werbe-Coup gelandet: Käufer von Fulda Reifen dürfen ab dem 1. April 2011 alle öffentlichen Verkehrsmittel in der baltischen Republik kostenlos nutzen.
Die Werbe-Aktion ist Teil der neuen Fulda Kampagne „Deutschland fährt schwarz“. Der Slogan spielt auf den Claim „schwarz.breit.stark.“ an, der bereits seit über 25 Jahren für die Marke steht und zum meistzitierten Werbespruch der Reifenbranche wurde.
Der neue doppeldeutige Slogan will nicht nur provozieren, sondern ermöglicht auch neue Vermarktungsideen – wie das aktuelle Beispiel in Litauen zeigt. Hierzu wurde der Spruch in „Litauen fährt schwarz“ abgeändert und in die Landesprache übersetzt.
Käufer eines Satzes Fulda Reifen erhalten dort ab sofort einen „Freifahrt-Schein“, der ihnen Straffreiheit beim Schwarzfahren garantiert. Der Gutschein hat Gültigkeit in allen fulda-gebrandeten Bussen und Straßenbahnen in Litauen. Keine allzu große Einschränkung: In der Stadt Vilinuis fahren bereits über 85% Prozent aller öffentlichen Verkehrsmittel im Fulda-Look.
Als Gegenleistung rüstet die Reifenmarke die Fahrzeugflotte der litauischen Polizei ein Jahr lang kostenlos aus. Innenminister Erstdar Aprilodor zeigt sich bereits jetzt begeistert: „Wir sind uns sicher, dass wir durch die gemeinsame Aktion mit Fulda die Kriminalitätsrate signifikant reduzieren können. Zum einem wird es weniger Verfahren wegen „Schwarzfahr-Delikten“ geben und zum anderen gelangen die Einsatzkräfte aufgrund der neuen Fulda Reifen auch schneller zum Tatort. Somit können auch mehr Täter auf frischer Tat ertappt werden.“ Auch für die Reifenmarke rentiert sich das Abkommen. „Seit der Unterzeichnung des Abkommens haben sich die Reifen-Bestellungen in Litauen verzehnfacht.“ freut sich Fulda Vertriebsmann Werner Witzigmann.
Schon bald sollen ähnliche Abkommen auch mit Stadtvätern deutscher Großstädte folgen. Besonders weit gediehen sind die Verhandlungen bereits in Berlin, wo man aufgrund der leeren Landeskassen neuen Ideen besonders offen gegenübersteht. Hier wird zurzeit die Idee geprüft, gleichzeitig ein Teil der S-Bahn von der Schiene zu nehmen und sie stattdessen mit LKW-Fahrwerken und Fulda Reifen auszurüsten. Man hofft so, die Zuverlässigkeitsprobleme der öffentlichen Verkehrsbetriebe in der Hauptstadt wieder in den Griff zu bekommen.