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Neues Display- und Bedienkonzept für Mittelkonsolen von Continental

24/03/11

Das neue Modul von Continental ermöglicht eine einheitliche Oberfläche und große Designfreiheit für Display und Bedienelemente in attraktiver Black-Panel-Technik.
Babenhausen/Ludwigsburg, 23. März 2011. Displays spielen in der Instrumentierung von Fahrzeug-Cockpits eine immer größere Rolle. Der internationale Automobilzulieferer Continental hat auf dem technischen Kongress des VDA ein neues Display- und Bedienkonzept vorgestellt und dazu bereits erste gemeinsame Vorentwicklungsprojekte mit Fahrzeugherstellern gestartet.
Moderne Displays bieten eine große Gestaltungsfreiheit und eignen sich so für vielfältige Anzeigeformen bis hin zu fotorealistischer Darstellungen. Weil die Displayfläche für die jeweils relevanten Informationen genutzt werden kann, hilft sie, viel Information übersichtlich zu vermitteln, ohne das Cockpit mit Instrumenten zu überfachten. Allerdings ist eine gelungene Displayintegration eine Herausforderung, denn der Übergang von der Displayfläche zu den angrenzenden Oberflächen und Bedienelementen soll harmonisch wirken. Heutige Displays ließen sich jedoch bislang wegen ihrer rechteckigen Form und der ebenen Oberfläche optisch nicht gut in die häufig geschwungenen Linien moderner Cockpitdesigns einbinden. Das neue Mittelkonsolenmodul von Continental bietet den Designern und Ingenieuren der Automobilhersteller weltweit die Möglichkeit neuer Freiheitsgrade in der Cockpit-Formensprache.
Neuer Ansatz - Display und Hardware ringsum aus einem Guss
Mit dem neuen Mittelkonsolenmodul hat Continental ein neues Konzept zur vollständigen visuellen Integration eines acht Zoll großen Farbdisplays einschließlich aller Bedienfunktionen in eine Mittelkonsole entwickelt. So können Design und Ergonomie auch zukünftig auf das Engste miteinander verknüpft bleiben. Das neue Modul nutzt die Black-Panel-Technik, um den Übergang von Displayfläche zu Bedienelementen, wie virtuellen Tasten und Schiebereglern, nahtlos zu gestalten. Nur bei aktivierter Beleuchtung sind Anzeigen und Bedienelemente sichtbar. Die Oberfläche des Mittelkonsolenmoduls (Centerstack) besteht aus einer dunkel eingefärbten und dreidimensional geformten Frontblende mit definierbarem Tönungsgrad. Unter der Abdeckung befinden sich das 8-Zoll-Farbdisplay, die Beleuchtungselemente sowie die kapazitiven Folien zur Erkennung der Eingaben durch den Fahrer oder Beifahrer. Auch der Displaybereich selbst verfügt über eine kapazitive Schicht und ist damit gleichzeitig Anzeige und Bedienelement – ein so genannter Touch-Screen. Zur Hinterleuchtung des Centerstacks einschließlich Display dienen energieeffiziente Leuchtdioden (LED). Durch Kombination von RGB-LED mit weißen LED lässt sich prinzipiell jede Lichtfarbe realisieren.
Ergonomische Bedienung
Alle Eingaben kann der Fahrer durch Berührung mit dem Finger ausführen. Im aktuellen Konzept erfolgt der Einstieg über fünf Hauptmenütaster links neben dem Display. Durch sinnvolle Strukturierung genügen lediglich zwei kontextabhängige Untermenüs auf dem Touch-Screen-Display, um die wichtigsten Funktionen zugängig zu machen. Bei der Klimasteuerung sind die entsprechenden Bedienelemente für den direkten Zugriff als separate Tasten realisiert. Mehrere Betriebs-Modi sorgen für eine ergonomisch optimale Darstellung. So werden aktuell nicht aktive Funktionen ausgeblendet („Verschwindeeffekt“), um die Aufmerksamkeit des Fahrers gezielt zu führen. Auch die Möglichkeit der durchgängig harmonischen Farbwahl von Displays und Bedienelementen mit einer einheitlichen Formensprache hilft dabei, die Centerstack-Ergonomie weiter zu optimieren. Aktiviert der Fahrer beispielsweise die Temperatursteuerung als Teil der Klimatisierung, so leuchten kapazitive Schieberegler seitlich unterhalb des Displays auf. Durch ihre Farbgebung zwischen Blau und Rot vermitteln sie dem Fahrer sofort intuitiv den jeweiligen Temperaturbereich. Der gezielte Einsatz solcher Lichteffekte erleichtert dem Fahrer die Bedienung und lässt die Konsole optisch größer wirken. Auch in ihrem Regelverhalten ändern sich die kapazitiven Bereiche: Bei der Temperatursteuerung ist bewusst eine sehr feine Abstufung hinterlegt, die nur bei mehrfachen Schiebebewegungen große Temperaturveränderungen bewirkt (relativer Regler). Anders bei der Gebläsesteuerung: Hier sind in der physischen Schiebestrecke des Reglers alle Stufen abgedeckt (absoluter Regler).
Um eine ergonomische Bedienung zu fördern und insbesondere um eine Blindbedienung zu erleichtern, sind an den Tasten und Schiebereglern haptische Fühlhilfen integriert, die sich harmonisch in das Gesamtdesign des Centerstacks einfügen.
Komplettes funktional skalierbares Modul mit geringer Bautiefe
Das neue Centerstack-Konzept integriert alle elektronischen Bestandteile in ein vorkonfiguriertes Modul: die Funktionsleiterplatte samt den Mikrocontrollern zur Auswertung der kapazitiven Felder, die Displayansteuerung, die Lichtleiterplatte mit den LED, die kapazitiven Folien und die Frontblende. Im Fahrzeug wird die Mittelkonsole, wie heute bereits üblich, an eine zentrale Infotainmenteinheit (Head-Unit) als übergeordnete Datenquelle beziehungsweise ein HMI-Steuergerät angebunden. Dank der kapazitiven Technik anstelle mechanischer Taster kann ein Centerstack mit Continental-Technik flacher und leichter ausgeführt werden als ein konventioneller Centerstack. Bei baulichen Situationen im Cockpit, die ein ausfahrbares Display („Flap-Funktion“) schwer integrierbar machen, stellt das neue Konzept zudem eine Alternative dar. Schnittstellen der Unterhaltungselektronik lassen sich zusätzlich in den Centerstack integrieren. Die Funktionsumfänge sind bei gleicher Hardware in weiten Grenzen skalierbar, so dass Continental von Skaleneffekten auch bei Ausstattungsvarianten ausgeht. Dank der RGB-LED-Hinterleuchtung lässt sich das neue Modul besonders gut auf ein durchgängiges Cockpitdesign mit markenspezifischen Farbkonzepten abstimmen. Einfacher wird beispielsweise eine einheitliche farbliche Darstellung im Kombinationsinstrument und im Centerstack.
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