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Zwischen Sonnenschein und Regen: Pirelli beendet seine Testphase für die Saison 2011

16/03/11

Barcelona, 14. März 2011 – Auf der italienischen Rennstrecke von Mugello begann Pirelli am 19. August 2010 mit dem ersten Reifentest seine Vorbereitungen auf die diesjährige Formel 1-Saison. Damals herrschten Durchschnittstemperaturen von 27 Grad, auf der Strecke wurden gar 35 Grad gemessen. Bei kaum 13 Grad endete am vergangenen Samstag die siebenmonatige Testphase auf dem regennassen Kurs von Barcelona in Spanien.
Das Testabenteuer brachte Pirelli auf die Pisten von Monza, Valencia, Jerez, Le Castellet, Bahrain und Abu Dhabi. In den fünf Ländern wurden insgesamt fast 100.000 Testkilometer gefahren. Das entspricht einer Strecke von mehr als 300 Grand Prix Rennen.
Von dieser Gesamtdistanz fuhren Pirellis Testpiloten bei den internen Tests 18.000 Kilometer mit einem Toyota TF 109, der an die Regularien der Formel 1-Saison 2011 angepasst worden war. Am Steuer saßen Nick Heidfeld, Romain Grosjean und Pedro de la Rosa. Die restlichen Kilometer legten die Piloten der Rennställe während der 15 Testtage zur Vorbereitung auf die Saison 2011 zurück.
Nun sind die offiziellen Tests beendet. Beim Ranking der Teams mit den meisten gefahrenen Testkilometern vor Saisonbeginn führt Ferrari mit 5.244 Kilometern, gefolgt von Mercedes (4.483), Red Bull (4.407), Sauber (4.099), Williams (3.894), McLaren (3.844), Force India (3.745), Toro Rosso (3.737), Lotus Renault (3.700), Virgin (3.361) Lotus (2.403) und HRT (1.949).
Bei den Fahrern legte Fernando Alonso die längste Distanz auf Pirelli Reifen zurück. Mit 2.826 Kilometern liegt er vor Michael Schumacher (2.474), Felipe Massa (2.417), Mark Webber (2.373), Rubens Barrichello (2.198) und Sergio Perez (2.129).
Die wenigsten Kilometer absolvierten Vitantonio Liuzzi (1.326), Jarno Trulli (1.028), Nick Heidfeld (1.140) und Heikki Kovalainen (1.182).
Der abschließende Test in Barcelona wurde kurzfristig angesetzt, nachdem bekannt geworden war dass der Große Preis von Bahrain ausfallen und nicht die Saison eröffnen würde. Von den fünf angesetzten Testtagen nutzte jedes Team vier. Mit Ausnahme des letzten Tages war das Wetter in Nordspanien trocken, die Temperaturen erreichten am Donnerstag 27 Grad. Am Samstag allerdings setzten schwere Regenfälle den vier noch testenden Teams – Ferrari, McLaren, Mercedes und Williams – erheblich zu. Zehn Millimeter Wasser standen auf der Strecke und machten den fünf Fahrern, die unterwegs waren, das Leben schwer. Tatsächlich war es zu nass, um noch konstruktive Tests zu fahren. Daher absolvierten die vier Teams nur noch 101 Runden.
Während der fünftägigen Tests in Barcelona absolvierten die Teams insgesamt 3.555 Runden, das entspricht 16.548 Kilometern. Am häufigsten unterwegs war Sauber mit 390 Runden (1.812 Kilometern). Die schnellste Rundenzeit während des Tests fuhr Michael Schumacher am Freitag mit 1.21:168. Damit unterbot der Deutsche problemlos die von Felipa Massa (Ferrari) gesetzt Bestmarke von 1.22:625, die er im vergangenen Monat beim ersten Test in Barcelona gesetzt hatte. Das Team mit der meisten Regenerfahrung ist Mercedes mit 40 Runden auf nasser Strecke.
Während der vier trockenen Tage testeten die meisten Teams die Pirelli P ZERO Reifen mit der harten und der weichen Mischung. Beide wurden für die ersten drei Grand Prix-Rennen nominiert. Die weiche Mischung ist dabei optional. Aber auch die beiden anderen Mischungen – supersoft und medium – konnten in Barcelona getestet werden. Insgesamt standen jedem Team 35 Reifen-Sätze zur Verfügung.
Dazu Paul Hembery, Motorsport Direktor bei Pirelli: „Es waren auf jeden Fall fünf sehr interessante Tage. Wir hatten sehr unterschiedliches Wetter. Nur nachmittags gab es ein enges Zeitfenster mit optimalen Bedingungen, bei denen die Temperaturen hoch genug stiegen, um die harte und die weiche Mischung mit optimaler Betriebstemperatur fahren zu können. Immerhin war es einigen Teams möglich, Rennsituationen zu simulieren, bei denen einige interessante Daten zusammenkamen. Dann kam am Samstag der große Regen. Danach war die Strecke einfach zu nass, um den vier anwesenden Teams noch aufschlussreiche Tests zu ermöglichen. Immerhin konnten wir während der Tests und insbesondere bei den Rennsimulationen viele unterschiedliche Strategien erkennen, die uns eine spannende Saison versprechen. Bei den Tests in Barcelona ermittelten wir 54 Überholmöglichkeiten – allerdings waren dabei nicht alle Boliden sämtlicher Teams auf der Strecke. Doch unterscheiden sich die Verhältnisse in Australien sicher erheblich von denen in Barcelona. Daher freuen wir uns nun darauf, dass es endlich losgeht.”
Der Große Preis von Australien markiert die Rückkehr von Pirelli in die Formel 1 nach 20 Jahren. Er findet am 27. März im Albert Park bei Melbourne statt
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