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Michelin und nachhaltige Mobilität – wegweisendes Engagement

30/05/14

Die Michelin Gruppe versteht sich seit jeher als einer der wichtigsten Wegbereiter für nachhaltige Mobilität. Die neue Formel-E-Rennserie ermöglicht der Gruppe entscheidende Fortschritte, um die Mobilität im städtischen Raum voranzubringen. Michelin vertritt die Ansicht, dass Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb zwingend erforderlich sind, um die Umweltbelastung in Innenstädten zu reduzieren. So ist die Gruppe Entwicklungspartner der Automobilhersteller für die neue Generation von Low-Emission-Fahrzeugen, die äußerst wenig Kraftstoff benötigen. Für diese Fahrzeuge konzipiert Michelin sichere, leistungsfähige und energieeffiziente Reifen und verfolgt dabei die Strategie „Tall and Narrow“. Diese sieht vor, schmalere und leichtere Reifen mit größerem Durchmesser als bisher einzusetzen.
Seit der Unternehmensgründung unterstützt Michelin Initiativen, um Fahrzeuge im Sinne des Kunden zu verbessern, sei es bei Komfort, Sicherheit, Leistungsfähigkeit oder Energieeffizienz. Mit der Entwicklung des Radialreifens zum Ende des Zweiten Weltkrieges hat Michelin eine ganze Branche geprägt. Als die Rohstoffe äußerst knapp waren, brachte Michelin einen Reifen auf den Markt, der im Vergleich zu den bis dahin üblichen Reifen sowohl sicherer war als auch eine fast doppelt so lange Lebensdauer hatte. Dies war ein bedeutender Fortschritt für Autofahrer und stellt aus heutiger Sicht einen frühen Meilenstein der nachhaltigen Entwicklung dar.
Die Erfindung der rollwiderstandsoptimierten Reifen, welche die Generationen MICHELIN ENERGYTM MXT (1992), MICHELIN ENERGYTM Saver (2007) und MICHELIN ENERGYTM Saver+ (2012) hervorbrachte, veranschaulicht die Forschungsrichtung bei Michelin. Jede dieser Generationen weist einen niedrigeren Rollwiderstand als die jeweils vorangegangene Serie auf. Die Reifen führten zu einer deutlichen Kraftstoffersparnis für die Autofahrer und damit auch zu einer Verringerung der CO2-Emissionen im Straßenverkehr.
Michelin verbessert die Mobilität in den Städten
Für Elektrofahrzeuge hat Michelin ebenfalls eine Variante rollwider-standsarmer Reifen entwickelt. Nach vier Jahren Forschung kam 2012 der speziell für den Renault ZOE entwickelte MICHELIN ENERGYTM EV auf den Markt. Die Reifen allein verschaffen der Kompaktlimousine sechs Prozent mehr Reichweite
4– für ein Elektrofahrzeug ein beachtlicher Gewinn. Daneben ist dieser Reifen der erste mit Einstufung AA, der in der Erstausrüstung zum Einsatz kommt. Dies bedeutet, dass der Reifen bei Energieeffizienz und Bremswerten auf nasser Fahrbahn jeweils die Bestnote beim Europäischen Reifenlabel erreicht hat.
Der MICHELIN ENERGYTM EV ist eine der Antworten auf die Heraus-forderungen der urbanen Mobilität. Alle großen Städte der Welt haben mit wachsender Umweltverschmutzung zu kämpfen, die vor allem durch den Straßenverkehr erzeugt wird. Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb eignen sich hervorragend für die kurzen Alltagsstrecken der meisten Stadtbewohner. Sie tragen dazu bei, CO2- und Feinstaubemissionen zu senken beziehungsweise zu vermeiden. So lässt sich die Luftqualität in den Metropolen dauerhaft verbessern. Einige dieser Städte werden Gastgeber der Formel-E-Rennen sein. Mit speziellen Reifen, die den Kraftstoff- oder gesamten Energiebedarf senken, unterstützt Michelin aktiv die urbane Mobilität.
Michelin fördert die Mobilität von morgen
Mit dem Engagement für nachhaltige Mobilität verwirklicht Michelin konkret die grundlegenden Werte des Unternehmens. Sie sind in der Michelin Charta Leistung und Verantwortung festgehalten. Außerdem sind in diesem Dokument die Prioritäten der Gruppe im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung festgeschrieben. Michelin setzt die Grundsätze seiner Charta in konkreten Aktivitäten um (vergleiche Kasten).
Von jeher setzt sich Michelin für nachhaltige Mobilität ein. So hat die Gruppe 1998 die Michelin Challenge Bibendum begründet, eine weltweite Plattform für nachhaltige Mobilität im Straßenverkehr. Diese Veranstaltung bringt unter anderem Hersteller, Zulieferer, Energieversorger, Forscher sowie öffentliche und private Verkehrsunternehmen zusammen, um aktuelle und künftige Entwicklungen der Mobilität zu erörtern. Bei der jüngsten Challenge Bibendum in Berlin 2011 nahmen 6.000 Fachleute, Forscher und Universitätsangehörige aus 80 Ländern teil. Ziel war es, einen Überblick über die Fortschritte zu gewinnen und das Potenzial der Informationstechnologien für die Mobilität aufzuzeigen, besonders in Bezug auf intelligente Verkehrssysteme (ITS). Daneben wurde ein neuer Mobilitätsbericht erstellt, der nicht nur auf dem Prinzip des Fahrzeugeigentums, sondern zunehmend auf dem Nutzwert basiert.
In Berlin wurde die Michelin Challenge Bibendum erstmals für das breite Publikum geöffnet. Mehr als 10.000 Menschen kamen, um sich über die Technologien von morgen zu informieren. Die französische Regierung zeichnete die Michelin Challenge Bibendum mit einem Preis für „Umweltfreundlichkeit und nachhaltige Entwicklung“ aus. Dabei hob das Ministerium für Umwelt, nachhaltige Entwicklung und Energie vor allem den einzigartigen Charakter der Veranstaltung hervor, das durch sie vermittelte Umweltbewusstsein, ihre wissenschaftliche Basis und die damit verbundene zukunftsorientierte Forschung. Darüber hinaus lobte sie die Einbindung zahlreicher internationaler Partner und die Solidarität mit den kleineren Mobilitätsakteuren.
Die zwölfte Auflage der MICHELIN Challenge Bibendum findet in diesem Jahr vom 11. bis 15. November in Chengdu/China statt (siehe auch www.michelinchallengebibendum.com). Kurz vorher wird das erste Rennen der neuen Formel-E-Serie am 13. September in Peking ausgetragen.
Innovation über die Reifen hinaus
Mit der Michelin Challenge Bibendum motiviert die Gruppe nicht nur die Akteure der Mobilitätsbranche, sondern trägt über die Reifen hinaus selbst aktiv zum Fortschritt bei. So beteiligt sich Michelin an der Entwicklung von innovativen technischen Lösungen wie Radnabenmotoren, Elektromotoren, Brennstoffzellen und Gasbehältern. Michelin hat beispielsweise den F-City H2 entwickelt, ein Brennstoffzellenauto auf Wasserstoffbasis. Auch das vielversprechende Konzeptrad Active Wheel gehört in diese Reihe. Das Rad vereint vier Funktionen in sich: Reifen, Elektromotor, elektrische Federung und Bremssystem.
Auch im Rennsport ist Energieeffizienz kein Fremdwort mehr. Seit vielen Jahren ist Michelin am Shell Eco-marathon beteiligt. Bei der Veranstaltung geht es darum, mit nur einem Liter Kraftstoff möglichst weit zu fahren. Michelin ist auch ein langjähriger Partner der World Solar Challenge. Zu diesem Rennen versammelt sich alle zwei Jahre die Elite der Solarfahrzeuge.
Effizienz im Fokus des Motorsports
Auch im traditionellen Motorsport verfolgt Michelin konsequent sein Engagement. So machte der französische Hersteller Energieeffizienz auch bei den Langstreckenrennen zum Thema: 2007 initiierte er den Wettbewerb MICHELIN ENERGYTM Endurance Challenge, 2009 die MICHELIN Green X® Challenge. Letztere stellte Fahrzeuge in den Mittelpunkt, die mit verbesserten Leistungseigenschaften möglichst wenig Kraftstoff verbrauchen.
Dieses Jahr hat der Reifenhersteller den MICHELIN Total Performance Award ausgeschrieben. Damit hebt das Unternehmen die MICHELIN Green X® Challenge auf eine neue Stufe. Der Preis zeichnet außergewöhnliche Leistungen aus, die mit hoher Energieeffizienz verbunden sind. Offen ist der Wettbewerb für alle Starter bei den 24 Stunden von Le Mans. Um den Preis zu gewinnen, müssen sie ein ganzes Bündel an Bedingungen erfüllen: Sie müssen nicht nur den Langstreckenklassiker gewinnen, sondern auch die schnellste Rennrunde fahren, den Langstreckenrekord von 5.410 Kilometern brechen – und dabei 15 Prozent weniger Kraftstoff als 2013 und höchstens neun Reifensätze für das gesamte Rennen benötigen. Das Preisgeld von einer Million Euro soll der Sieger einer Forschungseinrichtung für nachhaltige Mobilität eigener Wahl zur Verfügung stellen.
Langstreckenrennen als Forschungsfeld
Darüber hinaus hat MICHELIN Motorsport bereits viel getan, um den Teilnehmern an Langstreckenrennen immer langlebigere und immer leistungsfähigere Reifen zu bieten. Die Fortschritte resultieren aus der Strategie MICHELIN Total Performance, die darauf abzielt, mithilfe von innovativen Technologien auch scheinbar gegensätzliche Leistungs-merkmale optimal in einem Reifen zu kombinieren. In den vergangenen zehn Jahren ist die Produktreihe für Langstreckenrennen, besonders bei den 24 Stunden von Le Mans und der Langstrecken-WM (FIA WEC), deutlich vielseitiger geworden. So sind die Temperaturfenster für den optimalen Betrieb der Reifen größer geworden. Dadurch lassen sich die verschiedenen Bedingungen im Rennen nun mit nur zwei Reifenarten abdecken statt wie zuvor mit vier. Ergebnis: Die Teams verbrauchen deutlich weniger Reifen. Die positiven Effekte sind offenkundig – für die Herstellung werden weniger Rohstoffe benötigt. Zudem entstehen bei Herstellung und Transport weniger CO2-Emissionen.
Weiterer Vorteil dieser Strategie: Die neuen Reifenarten halten deutlich länger. Innerhalb von zehn Jahren haben die mit MICHELIN bereiften Fahrzeuge insgesamt 50 Prozent mehr Kilometer zurückgelegt. Bei der Auflage 2011 der 24 Stunden von Le Mans benötigte das Team, das mit nur 13 Sekunden Vorsprung den Sieg davontrug, nur neun Reifensätze. Dieses Team schaffte es sogar, mit nur einem Satz Reifen einen Fünffach-Stint zu absolvieren – insgesamt 750 Kilometer bei einer Durchschnitts-geschwindigkeit von 225 km/h. Dies hatte zuvor noch niemand in Le Mans geschafft.
Parallel zu dieser mittelfristigen Arbeit engagiert sich Michelin auch regelmäßig für Einzelprojekte, die sich mit dem Energiemanagement beschäftigen. Ein Beispiel ist der 2012 erstmals eingesetzte Rennwagen Nissan DeltaWing. Für dieses unkonventionelle Fahrzeug entwickelte MICHELIN Motorsport in Rekordzeit maßgeschneiderte Reifen. 2014 wird dies auch beim Nissan ZEOD RC der Fall sein. Der Prototyp soll eine volle Runde pro Stint rein elektrisch fahren können.
Mit weniger mehr erreichen
Michelin hat auf das neue Regelwerk für Langstreckenrennen reagiert und dabei eine positive Überraschung erlebt. Die Reifen für die LMP1-Boliden mit Hybridantrieb weisen die gleiche Performance und die gleiche Haltbarkeit wie ihre Vorgänger auf – sie sind allerdings kleiner und wiegen pro Reifensatz acht Kilogramm weniger. So begleitet der Reifenhersteller aktiv die Entwicklung technischer Lösungen für die ebenso vielfältigen wie wegweisenden LMP1-Prototypen.
Energieeffizienz spielt auch im Rallyesport eine zunehmend wichtige Rolle. Dank der Entwicklungsarbeit von Michelin erfordern die Rennen immer weniger Reifentypen, aber auch immer kleinere Reifenmengen. Dabei arbeitet der Reifenhersteller auch mit den Sportverbänden zusammen. So wurden innerhalb von drei Rennsaisons der Rallye-WM (FIA WRC) pro Auto 40 Prozent weniger Reifen eingesetzt, und zwar ohne Abstriche bei Sicherheit und Leistung.
Der Trend, weniger Reifen einzusetzen und sie dafür vielseitiger auszulegen, ist auch am Lastenheft erkennbar, das Michelin für die neue FIA-Rennserie Formel E erfüllt hat. Der MICHELIN Pilot Sport EV lässt sich sowohl auf trockener als auch auf nasser Strecke einsetzen und ist damit ungewöhnlich vielseitig. Seit der Glanzleistung des Elektrofahrzeugs „La Jamais Contente“ (vergleiche Kasten 1) hat Michelin im Rennsport viel bewegt und setzt dieses Engagement jetzt in der Formel E fort.
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