04/03/14

Am Ende des dritten und letzten Tests vor Beginn der Saison 2014 verkündete Pirelli heute in Bahrain die Mischungen, die der Hersteller für die ersten vier Grand Prix-Rennen des Jahres nominierte:
Australien: P Zero White (Medium) und P Zero Yellow (Soft)
Malaysia: P Zero Orange (Hart) und P Zero White (Medium)
Bahrain: P Zero White (Medium) und P Zero Yellow (Soft)
China: P Zero White (Medium) und P Zero Yellow (Soft)
Die Auswahl reflektiert die charakteristischen Merkmale jedes Circuits sowie der völlig neuen F1-Autos 2014. Darüber hinaus berücksichtigte Pirelli sämtliche Daten, die im Verlauf der drei vorsaisonalen Tests erhoben wurden.
Während der vergangenen vier Tage hatten die Teams in Bahrain die Möglichkeit,
weitere Erfahrungen mit den neuen Mischungen zu sammeln. Die letzten Runden wurden heute absolviert, genau zwei Wochen vor dem ersten Grand Prix-Rennen der neuen Saison. Daher konzentrierten sich viele Teams darauf, das Rennpensum abzuspulen und das Qualifying zu trainieren.
Die Resultate des letzten viertägigen Tests zeigen: Der Performance-Unterschied zwischen der harten und der Medium-Mischung hat sich vergrößert. Gleiches gilt für den Unterschied zwischen der Medium- und der weichen Mischung. Diese beiden Slick-Kombinationen werden bei den vier ersten Rennen eingesetzt. Sie bieten den Teams ein breites Spektrum für das Entwickeln interessanter Strategien, mit denen sie ihre Erfolgsaussichten erhöhen können.
In Bahrain zeigte sich: Die Eigenschaften der Pirelli P Zero-Range 2014 entsprechen den Erwartungen. Die Reifen erreichen dieselbe Performance wie im vergangenen Jahr, allerdings ist ihr Leistungsabbau vermindert. Während der Tests bildeten sich keine Blasen auf den Laufflächen, und es lagen nur sehr wenige Gummiteilchen auf der Strecke. Auch der Reifenabrieb wurde reduziert Das unterstreicht die Leistungsstärke der neuen Mischungen unter sehr unterschiedlichen äußeren Bedingungen.
Pirellis Motorsport-Direktor Paul Hembery kommentiert
„Die Informationen, die wir im Verlauf der drei offiziellen Tests vor Beginn der Saison erhielten, waren hilfreich bei der Nominierung der Mischungen für die ersten Rennen. Denn wir konnten die Reifen des Jahres 2014 unter allen Bedingungen testen. Das Spektrum reichte vom Regen in Jerez bis zu Außentemperaturen über 25 Grad Celsius in Bahrain. Als Fazit können wir festhalten: Die neuen Reifen sind beständiger und haben einen geringeren Abrieb als ihre Vorgänger, ohne dabei Kompromisse bei der Performance machen zu müssen. Zudem konnten wir ein weiteres Ziel erreichen: Es
liegen weniger Gummiwulste auf der Strecke, das Graining wurde vermindert. Die Mediums und die soften Slicks sind optimal auf die erwarteten Renn-Bedingungen in Australien, Bahrain und China abgestimmt. Sie bieten die richtige Balance zwischen Performance und Strategie, wobei wir zwei bis drei Boxenstopps pro Auto erwarten. Aufgrund der härteren und wärmeren Bedingungen in Malaysia entschieden wir uns dafür, wie im vergangenen Jahr die harten und mittelharten Reifen zu nominieren.“
Die in den vergangenen vier Tagen festgestellten Performance-Unterschiede zwischen den Mischungen lassen sich wie folgt quantifizieren: Der supersofte Slick ist pro Runde ungefähr 0,7 Sekunden schneller als der softe Slick. Der softe Slick nimmt dem Medium pro Runde ca. 1,3 bis 1,5 Sekunden ab. Der Medium wiederum läuft rund 1,3 bis 1,5 Sekunden schneller als der harte Slick. Mit zunehmenden Leistungsanstieg der Autos werden sich diese Zeitunterschiede noch verringern.