03/02/14

Jerez, 31. Januar 2014 – Die neue Ära nach der grundlegenden Änderung des
Reglements in der Formel 1 startete mit vier Testtagen im spanischen Jerez. Dort
testeten die Teams erstmals die neuen Autos sowie die Reifen für die Saison 2014. Im Februar folgen zwei weitere viertägige Testsessions, dann in Bahrain.
Aufgrund der Vielzahl der revolutionären technischer Neuerungen drehten die Fahrer diesmal deutlich weniger Runden als beim ersten Test vor der Saison im vergangenen Jahr. Entsprechend gering war die Laufleistung, welche die neuen Reifen absolvieren mussten.
Trotzdem erhielten die Teams in Jerez einen ersten Eindruck der Formel 1- Reifenkollektion von Pirelli für die Saison 2014, die sich sowohl durch neue Mischungen als auch Konstruktionen auszeichnet. Am zweiten Testtag in Jerez konnten die Fahrer zudem erstmals auch die neuen Regenreifen, den Cinturato Green Intermediate sowie den Cinturato Blue Regenreifen testen. Der Regen am heutigen Freitag bot den Teams eine zusätzliche Gelegenheit, die Regenreifen zu testen.
Neben den regulären Reifen brachte Pirelli zudem die angekündigte ‘Winter-Version” der harten Slick-Mischung nach Jerez. Diese Spezialmischung sollte es den Teams ermöglichen, auch bei geringer Temperatur auf der Strecke (bis zu sechs Grad Celsius kühl) möglichst viele Runden zu absolvieren.
Paul Hembery, Pirellis Motorsport Direktor, kommentiert: “Die Reifen standen bei diesem Test nicht im Mittelpunkt. Vielmehr fuhren die Teams
die ersten Kilometer mit den neuen Autos und versuchten, die Vielzahl der Änderungen aufgrund des neuen Reglements und deren Auswirkungen zu erfassen und damit zurechtzukommen. Weil es so viel über die neuen Motoren, Energierückgewinnungs-Systeme und aerodynamischen Regeln zu lernen gab, konzentrierten sich die Teams auf die Autos. Aber bei den nächsten Tests in Bahrain sollten sie bereits in der Lage sein, sich mehr auf die Reifen zu fokussieren. Denn bis dahin bleiben ihnen zwei Wochen, um ihre Autos weiter zu entwickeln und Probleme zu beseitigen, die in Jerez auftraten. Auch wir sind völlig offen, flexibel und bereit, unsere Reifen den Erfordernissen weiter anzupassen, falls die Tests in Bahrain zeigen sollten, dass dies erforderlich ist. Denn dort werden zweifellos deutlich mehr Kilometer gefahren werden als hier in Jerez. Die neuen Testregularien für 2014 schreiben einen Tag vor, an denen
die Reifen für nasse Streckenbedingungen getestet werden müssen, diese Vorgabe konnten wir am Mittwochvormittag erfüllen. Da es dann auch am Freitag leicht regnete, konnten die Fahrer weitere Erfahrungen mit den Intermediates und den Regenreifen sammeln.“
Fakten zum Test
Der erste Testtag verlief sehr ruhig. Am Dienstag absolvierten acht Fahrer mit ihren Autos nur 93 Runden. An den nächsten Tagen war mehr Aktion auf der Strecke zu sehen, weil die Teams längere Runs fuhren. Die meisten Runden drehten die Fahrer am letzten Testtag, insgesamt waren es 688.
Jedem Team standen in Jerez maximal 25 Reifensätze zur Verfügung. Davon hatte
Pirelli die Zusammenstellung von 18 Sätzen vorgegeben: sechs Sätze der Winter-Mischung, vier Sätze der harten Mischung, zwei Sets der Mediums sowie jeweils drei Sätze der Intermediates und der Regenreifen. Die restlichen sieben Reifensets pro Auto konnten die Teams frei wählen. Während der Reifentests im Verlauf des Jahres 2014 kann jeder Fahrer insgesamt 135 Reifensätze einsetzen.
Angesichts der zahlreichen Neuerungen und der großen Abstände zwischen den
Rundenzeiten, die an den vier Tagen in Jerez gefahren wurden, lassen sich keine fundierten Angaben zu dem Zeitunterschieden zwischen den einzelnen Mischungen machen. Aussagekräftigere Daten werden die Tests in Bahrain liefern, zu denen dann alle Teams erwartet werden.
Weitere Fakten zum Test
22 Fahrer nahmen am Test in Jerez teil. Sie absolvierten 1.470 Runden und
fuhren 6.509 Kilometer.
Im Vorjahr drehten die Fahrer an gleicher Stelle beim Test 3.531 Runden und
legten insgesamt 15.634 Kilometer zurück.
McLaren-Pilot Kevin Magnussen erzielte am Dienstag mit 1:23.276 Minuten die
schnellste Rundenzeit. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr fuhr Felipe Massa
(Ferrari) die Bestzeit von 1:17.879 Minuten.
Mit 188 Runden absolvierte Nico Rosberg in seinem Mercedes die höchste
Rundenzahl aller teilnehmenden Fahrer.