16/02/11

Das E-Auto ist in aller Munde, doch damit dieses Erfolgsprojekt auch am Ende für den Verbraucher eine sichere Sache ist, müssen auf der Seite der Werkstätten Qualifikation und Weiterbildung fokussiert werden. Denn der Umgang mit diesen Fahrzeugen erfordert entsprechende Sachkundenachweise.
Auch in der Politik ist das E-Auto „angekommen“, bis 2020 sollen nach dem Willen der Bundesregierung eine Million E-Autos auf deutschen Straßen rollen. Aktuell warnt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) mit Blick auf hohe Kaufprämien in einzelnen EU-Staaten gar vor einem „Subventionswettbewerb“ für Elektroautos. Ganz unabhängig von etwaigen Kaufanreizen spielt das Thema Sicherheit im Zusammenhang mit den E-Autos eine große Rolle. Daher müssen Werkstätten, die bei den sogenannten Hochvoltfahrzeuge (Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge) in Zukunft die Inspektion oder Reparaturen durchführen möchten, sich entsprechend weiterbilden. Dieses Thema beschäftigte dann auch die Meister der GDHS, die sich zuletzt im Januar am Nürburgring trafen. Ziel der Veranstaltung war es, das Thema Qualifizierung und Weiterbildung in den Fokus zu stellen. Denn viele Kunden wünschen sich mehr als kompetente Reifenberatung und einfache Werkstattleistungen. Daher wurden vor Ort einzelne Aspekte näher und intensiver beleuchten, so zum Beispiel der professionelle Umgang mit dem elektronischen Online-Werkstattplaner. Dieser ist für die Meister im täglichen Geschäft von elementarer Bedeutung, entsprechend groß war die Nachfrage zu dieser Veranstaltung. Weiter ging es mit Vorträgen von Experten bestimmter Marken (ATE, Hella, Sachs, Eberspächer und Castrol), die sich etwa der richtigen Fahrzeugdiagnose und Kundenansprache widmeten und natürlich auch der traditionellen Hausmesse, bei der über 70 der GDHS- Vertragslieferanten ausstellten.
Neben dem Meistertreffen bietet die GDHS in diesem Jahr entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten zum Thema Hochvolt an. So finden Anfang März die ersten Schulungen in Coesfeld statt. Zielgruppe der Schulungen sind KFZ-Meister, -Mechaniker, - Elektriker, -Techniker und –Technikermeister. Die jeweils zweitägigen Weiterbildungen werden durch das Technologie Zentrum Coesfeld organisiert und durchgeführt und ermöglichen den Teilnehmer, künftig selbstständig an Hochvolt Fahrzeugen gefährdungsfrei entsprechende elektrotechnische Arbeiten durchzuführen. Dies sind zum Beispiel Arbeiten, die den Austausch der Hochvolt-Komponenten betreffen. Auch die Fähigkeit, eventuelle Gefährdungen zu erkennen, werden in der Weiterbildung geschult. Anhand von theoretischen Lerninhalten wie auch praktischen Übungen und Demonstrationen wird den Teilnehmern das anspruchsvolle Thema nahe gebracht. In einer Abschlussprüfung werden die Punkte abschließend noch einmal abgefragt. Ein kleines Highlight hat die GDHS für die Teilnehmer organisiert: als Rahmenprogrammpunkt steht eine Werksbesichtigung der Wiesmann GmbH in Dülmen auf dem Programm.