02/02/11

Spektakulär war Michael Schumachers Rückkehr in die Formel 1 allemal. Doch war sie auch ein Erfolg? Nach einer längeren Durststrecke zur Saisonmitte zeigten die letzten Rennen des vergangenen Jahres: Er kann es noch. 2011 könnte der Altmeister vom Pirelli-Effekt profitieren. Im Fahrerlager wird erwartet, dass die neuen Formel 1-Reifen dem Deutschen helfen werden, wieder ganz vorn mitzufahren.
1991 fuhr Michael Schumacher seinen bislang letzten Grand Prix mit Pirelli Reifen. Denn nach der ersten Saison des Kerpeners in der Königsklasse verließ der Konzern den Formel 1-Zirkus. In den Folgejahren errang Schumi sieben WM-Titel und stieg zum erfolgreichsten Piloten der Formel 1-Geschichte auf, bis er 2006 seine Karriere für beendet erklärte. 2010 wagte er ein viel beachtetes Comeback. Doch wer geglaubt hatte, Schumacher könnte nahtlos an frühere Erfolge anknüpfen, wurde enttäuscht. Am Ende der Saison, in deren Verlauf er immer wieder auf Probleme mit den Vorderreifen hinwies, belegte der 41-jährige Mercedes-Pilot den 9. Rang.
Die neuen Rennreifen von Pirelli erhalten in diesen Tagen den letzten Schliff.
Daher kommt dem Altmeister der Wechsel von Bridgestone zu Pirelli nicht ungelegen. Der Grund: Als neuer exklusiver Reifenausrüster der Formel 1 konstruierte Pirelli in den vergangenen Monaten einen Vorderreifen, der deutlich mehr Grip aufbauen soll als der Vorgänger. „Die FIA bat uns, den Vorderreifen so zu verstärken, dass er den Fahrern mehr Rückmeldung gibt, wenn sie in eine Kurve einlenken“, erläutert Pirellis Motorsportdirektor Paul Hembery. In der Praxis bedeutet das mehr Haftung der Boliden auf der Vorderachse und damit deutlich weniger Untersteuern. Und genau das mag Michael Schumacher. Und so fand er nach den ersten Tests in Abu Dhabi im vergangenen November lobende Worte für die italienischen Pneus: „Für mich verlief es sehr angenehm. Wir konnten aus dem Test sehr viele positive Dinge herauslesen, und ich fühle mich mit den Reifen echt wohl. Alles in allem war es ein sehr guter Einstieg."
Etliche Fahrer rechnen daher mit einem Pirelli Effekt für den Deutschen. Der kann am 13. März beim Grand Prix in Bahrain erstmals zeigen, ob er mit den neuen Gummiwalzen den jungen Konkurrenten besser Paroli bieten kann als im Vorjahr.
Quelle: Pirelli eJournal