18/12/10

Deutschland hat das Know-how für energiesparende, innovative Entwicklungen
Hannover, Dezember 2010 – Die Elektromobilität steht vor einer außerordentlichen Entwicklung: Individuelle Mobilität soll in Zukunft umweltfreundlich, energiesparend, sicher und gewinnbringend sein. Deutschland als Autoland hat mit seinem Know-how dabei die große Chance auf die Pole-Position und könnte zum weltweit führenden Anbieter auf diesem Sektor werden. Der internationale Automobilzulieferer Continental plädiert deshalb für einen Masterplan.
Um das vorhandene Wissen, die Anforderungen und die bereits erarbeiteten Lösungen in einem solchen Plan zu bündeln, sollten Wissenschaftler, Experten, Planer, Designer, Politiker und Verwaltungen jetzt eng zusammenarbeiten, so der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart. Denn es gebe längst innovative Konzepte und Produkte für Elektromobilität: Bereits 2011 wird Continental den ersten kompletten elektrischen Antriebsstrang für das Serienfahrzeug eines europäischen Automobilherstellers produzieren. Jährlich sollen zunächst 60.000 Elektromotoren hergestellt werden. Erfolgreich sind auch die Lithium-Ionen-Batterien für serienmäßig hergestellte Hybridfahrzeuge, die Continental seit 2008 als erster Zulieferer weltweit produziert.
Vor allem in der Stadt und auf Kurzstrecken wird das Elektroauto ganz vorne fahren. Während heute zum Beispiel mit einem Cabrio alle Formen der Mobilität vom Einkauf bis zur Urlaubsfahrt abgedeckt werden können, kommt es in Zukunft viel stärker auf eine Kombination zwischen dem Nutzen und dem Ziel einer Autofahrt an: „Dieses Nutzen-Ziel-Denken wird zum wesentlichen Punkt neuer Autogenerationen“, betont Degenhart. „Ein Auto für alles wird es im Jahre 2050 nicht mehr geben.“
Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund plädiert gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag und dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU) für die Vorfahrt der Elektromobilität in Deutschland. „Nachhaltige Mobilität ist eine zentrale Herausforderung, die ohne die Städte und Gemeinden nicht zu lösen sein wird", so Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. „In der Stadt wie auf dem Land muss das Elektromobil attraktiv werden."
Deutschland dürfe laut Degenhart keine Zeit mehr vergeuden, denn in China gebe es bereits 60 Millionen Elektroroller. Die Zentralregierung fördere den Elektroantrieb massiv und habe für die kommenden zehn Jahre eine jährliche Förderung von einer Milliarde Euro zugesagt: „China überholt und fährt voraus als Markt für die mobile Zukunft.“ Doch das Riesenreich ist nach Ansicht von Degenhart auch eine Riesen-Chance für Deutschland, denn es verfügt über Wissen, das in China dringend gebraucht wird – „wenn wir jetzt gemeinsam handeln“.
Quelle: Continental