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Panne mit dem Auto: Was Sie wissen sollten

Inhaltsverzeichnis

Panne

Copyright @©Olaf Speier 2012

Laut einer hauseigenen Statistik rückt der ADAC weit mehr als 10.000-mal täglich aus, um Pannenhilfe zu leisten. Ein besonders hohes Risiko besteht auf der Autobahn sowie auf kurvenreichen und damit unübersichtlichen Straßen. Informieren Sie sich mithilfe des nachfolgenden Ratgebers, was Sie bei einer Panne mit dem Auto tun sollten und wie Sie vorbeugen können.

Mögliche Ursachen für eine Autopanne

Auch bei den Ursachen für eine Panne mit dem Auto spricht die Statistik eine eindeutige Sprache: Mit fast über 45% steht die Autobatterie im Mittelpunkt, wenn Sie plötzlich auf der Fahrbahn stehen bleiben, oder das Kfz nicht mehr anspringt. Zu den weiteren Gründen zählen die nachfolgend gelisteten:

  • der Motor und das Motormanagement
  • technische Bauteile wie Bremsen, die Lenkung oder der Antrieb
  • Auspuffanlagen inklusive Katalysatoren und Partikelfilter
  • Probleme mit den Reifen

Dass die Batterie so häufig eine Panne mit dem Auto verursacht, liegt einerseits an der immer umfassenderen Bordelektronik, die im Betrieb viel Strom benötigt. Andererseits kommen Bedienfehler hinzu, wenn bei einem älteren Fahrzeug beispielsweise versehentlich das Licht angelassen worden ist. Etablierte Pannendienste können oftmals direkt vor Ort ohne Abschleppen helfen.

Panne mit dem Auto: Wie bereitet man sich vor?

In vielen Fällen kommt es auch ohne Unfall relativ überraschend zu einer Autopanne. Dies trifft übrigens gleichermaßen zu, wenn Sie in der Stadt, auf Landstraßen oder auf der Autobahn unterwegs sind. Von Bedeutung ist, dass Sie alles im Fahrzeug mitführen, was Sie im Falle einer Autopanne ebenso wie bei einem Unfall benötigen:

  • Erste-Hilfe-Kasten
  • Warndreieck
  • Warnwesten für alle Mitfahrer

Das Mitführen dieses Equipments ist verpflichtend. Fehlen sie bei einer normalen Autokontrolle, müssen Sie als Fahrer mit einem Bußgeld rechnen. Weitere sinnvolle Dinge sind ein Abschleppseil sowie ein Starthilfekabel und eine Taschenlampe.

Tipp: Gehören Sie zu der Gruppe der Fahrer, die viel unterwegs sind, erhöht sich schon rein statistisch das Risiko einer Panne. Empfehlenswert sind Pannenkurse, die in den meisten Fahrschulen angeboten werden und auch bei Automobilverbänden wie dem ADAC gebucht werden können.

Wie bei einer Autopanne reagieren?

Einer der wichtigsten Tipps bei einer Panne ist, als Fahrer die Ruhe zu bewahren. Ist das Auto in Bewegung, sicherlich nicht immer einfach, aber bringen Sie das Fahrzeug möglichst kontrolliert zum Stehen. Wenn vorhanden, nutzen Sie den Seitenstreifen oder eine Pannenbucht. Der weitere Ablauf gliedert sich folgendermaßen auf:

  1. Unmittelbar die Warnblinkanlage einschalten, um auf die Gefahr bei der Panne hinzuweisen.
  2. Im Anschluss ziehen Sie und alle weiteren Insassen im Fahrzeug eine Warnweste an.
  3. Verlassen Sie das Auto möglichst auf der rechten Seite, um einen Konflikt mit dem nachfolgenden Verkehr zu vermeiden, besonders wenn noch viele Lkws unterwegs sind.
  4. Haben Sie und alle Insassen das Auto verlassen, stellen Sie das Warndreieck in angemessenem Abstand auf
  5. Rufen Sie den Pannendienst an, um Hilfe anzufordern. Warten Sie bis zur Ankunft der Pannenhilfe möglichst hinter einer Leitplanke, wenn vorhanden.
Warndreieck

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Dies ist der sicherste Ablauf, wenn es zu einer Panne ohne Unfall kommt und Sie mit Ihrem Auto liegengeblieben sind. Nachfolgend noch ein Hinweis darauf, in welchem Abstand das Warndreieck aufgestellt werden sollte:

  • Innerorts ca. 50 Meter entfernt
  • Außerorts sind 100 Meter angesagt
  • Auf der Autobahn sollte der Abstand mindestens 150 Meter bis zum Ort der Panne betragen

Beim Aufstellen laufen Sie dem Verkehr mit dem gut sichtbar aufgeklappten Warndreieck entgegen, um verstärkt auf sich aufmerksam zu machen.

Erhöhtes Risiko: Was tun bei einer Autopanne auf der Autobahn?

Mit ca. 7% ist ein Defekt am Reifen immer noch eine der häufigeren Ursachen für eine Panne. Dies ist umso gefährlicher auf vielbefahrenen Autobahnen. Gerade bei höherem Tempo ist es bei einem geplatzten Reifen ist wichtig, das Auto zunächst zu stabilisieren, damit es in der Spur bleibt. Erst im Anschluss beginnen Sie damit das Tempo durch Bremsen kontrolliert zu reduzieren, bis das Fahrzeug am Seitenstreifen zum Stillstand kommt.

Das nachfolgende Prozedere entspricht dem, wie weiter oben beschrieben. Um auf der Autobahn die nächstgelegene Notrufsäule zu finden, orientieren Sie sich an den Pfeilen auf der Leitplanke. Folgen Sie deren Richtung. Bei einer Notrufsäule mit Klappe werden Sie direkt mit der Notrufzentrale der Autoversicherer verbunden, die sich um den Pannendienst kümmern wird. Andere sind mit zwei Tasten ausgestattet. Bei einer Panne drücken Sie die gelbe, die rote ist für Unfallsituationen vorgesehen. Alternativ laden Sie sich eine Pannenhilfe-App auf Ihr Smartphone, um die Kontaktaufnahme zu beschleunigen.

Was tun bei einer Autopanne im Ausland?

Auch im Ausland wie beispielsweise in Österreich, in der Schweiz oder in Italien ist die oben beschriebene Vorgehensweise angesagt. Innerhalb der EU erreichen Sie die Pannenhilfe über die Rufnummer 112. Idealerweise sind Sie Mitglied beim ADAC oder einem vergleichbaren Automobilverband. Dies bringt Vorteile hinsichtlich der Kosten mit sich, wenn aufgrund der Panne ein Abschleppdienst benötigt wird.

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Wie beschrieben, machen Reifenpannen ca. 7% aller Pannen in der Statistik aus. Die Gefahr, dass es zu einer Autopanne kommt, erhöht sich, je älter die Bereifung ist, was auch für abgefahrene Reifenprofile zutrifft.

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