12/06/11

•In dem 7,5 Millionen Euro Komplex entstehen ca. 100 Arbeitsplätze
•Continental-Geschäftsbereich Transmission ist Weltmarktführer bei Getriebesteuerungen und entwickelt an seinem Nürnberger Hauptsitz Zukunftstechnologien.
Regensburg/Nürnberg, 9. Juni 2011. Für die Automobilindustrie ist Nürnberg die Adresse, wenn es um elektronische Getriebesteuerungen von Continental geht. Denn hier hat der Weltmarktführer in diesem Bereich seinen Hauptsitz. Am Standort Nürnberg des internationalen Automobilzulieferers, an dem insgesamt 2.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, werden die komplexen Hightech-Systeme unter Reinraumbedingungen produziert. Und auch die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Technologien ist weltweit hier gebündelt. Um die internationale Führungsposition des Standorts abzusichern und auszuweiten, baut Continental in Nürnberg jetzt ein neues Test- und Entwicklungszentrum, in dessen Laboren und Büros Arbeitsplätze für ca. 100 Mitarbeiter entstehen.
An der heutigen Feier zur Grundsteinlegung des neuen Gebäudes nahmen hochrangige Vertreter der Stadt Nürnberg und von Continental teil, darunter der Stadtrat und Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg Dr. Roland Fleck und der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart.
„Wie positiv sich der Continental-Standort Nürnberg in den vergangenen Jahren entwickelt hat, zeigt zum einen, dass über 70 Millionen Euro in den letzten vier Jahren investiert wurden und zum anderen das Wachstum unserer Belegschaft: 240 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir in den Jahren 2009 und 2010 einstellen“, sagte Standortleiter Rainer Pühl. „Mit den Geschäftsbereichen Getriebesteuerungen und sowie Hybrid & Elektroantriebe sind hier zwei Geschäftseinheiten mit ihrem weltweiten Hauptsitz, Entwicklung und Produktion vertreten. Neben Steuergeräten für Getriebe entwickeln und produzieren wir in Nürnberg daher auch innovative Systeme für Hybrid-und Elektrofahrzeuge, z.B. die Lithium Ionen Batterie oder die Leistungselektronik. Hinzu kommen Steuerungssysteme für andere Continental-Geschäftseinheiten. Die entwickelten und gefertigten Produkte sind in fast jedem Fahrzeugsegment vertreten.“
Spannende Zukunftsperspektiven für qualifizierte Mitarbeiter
Maßgeblichen Anteil am Erfolg des Continental-Standorts Nürnberg hat die Geschäftseinheit Getriebesteuerungen, die in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum erzielte. Mit ihren international erfolgreichen Produkten ist sie heute in allen wichtigen Märkten (Europa, Nord- und Südamerika, Asien) stark vertreten. „Mit dem neuen Test- und Entwicklungszentrum wollen wir unseren großen Erfolg im Bereich der Getriebeelektronik fortsetzen und weiter ausbauen“, sagte Rudolf Stark, Leiter des Geschäftsbereiches Getriebesteuerungen. „Mit diesem neuen Zentrum zeigen wir nach außen hin noch stärker unser Profil als Entwicklungsstandort von weltweit gefragten Hightech-Produkten und unterstreichen zugleich unsere weiteren Wachstums-Ambitionen. Außerdem signalisieren wir damit, dass Continental in Nürnberg ein Arbeitgeber ist, der qualifizierten Mitarbeitern eine zukunftsorientierte und spannende Perspektive bietet.“
Das neue Test- und Entwicklungszentrum verfügt bei 4.200 qm Bruttogeschossfläche über 2.500 qm Hauptnutzfläche. Davon stehen 1.500 qm für Labore zur Verfügung und 1.000 qm für Büros. An reinen Gebäudekosten (ohne Ausstattung) investiert Continental 7,5 Millionen Euro in den Komplex. Stark unterstützt wurde die Ansiedlung des Entwicklungszentrums von kommunaler Seite. „Die Stadt Nürnberg hat die Rahmenbedingungen geschaffen, um Continental den Ausbau seines Standorts und damit ein weiteres Wachstum zu ermöglichen“, sagte Nürnbergs berufsmäßiger Stadtrat und Wirtschaftsreferent Dr. Roland Fleck. „Zu den fördernden Maßnahmen seitens der Stadt gehörten die Bereitstellung der Grundstücke und die infrastrukturelle Anbindung.“
Ein Standort mit Geschichte
Die Wurzeln des heutigen Continental-Standorts Nürnberg reichen zurück bis ins späte
19. Jahrhundert: Aus Bayerns erster Schraubenfabrik „Göbel & Schoter“ (gegründet 1889) ging die Nürnberger Schraubenfabrik (NSF) hervor, die 1923 in die Fertigung von Radio-Teilen einstieg. 1943 übernahm AEG die NSF und führte den Standort ab 1967 unter dem Namen „AEG-Telefunken – Fachbereich Bauteile NSF“. 1980 wurde mit der Produktion von Automobil-Teilen begonnen, 1993 zog der Zulieferer an seinen heutigen Sitz in der Sieboldstraße. 1998 wurde der Standort Geschäftszentrale des Halbleiterherstellers Temic. Die Übernahme durch Continental im Jahr 2001 legte dann die Basis für den wachsenden internationalen Erfolg des Standorts in den vergangenen Jahren. Heute werden im Continental-Werk Nürnberg pro Jahr rund 1,4 Milliarden Komponenten verarbeitet, das sind etwa 3,8 Millionen pro Tag. Jährlich verlassen ca. 4,6 Millionen Geräte das Werk.