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EU-Reifenlabel: Schon jetzt das Fachwissen erweitern!

25/03/11

Es wird nur 110 x 75 mm klein sein, doch könnte Reifenhändler vor große Aufgaben beim Kundengespräch stellen: das EU-Reifenlabel. Pirelli Tyre Campus macht die Verkäufer beratungssicher.
Pflicht wird es erst ab November 2012, das EU Reifenlabel. Doch führenden Auto-Fachzeitschriften weisen bei ihren Reifentests bereits seit geraumer Zeit auf das Siegel hin. Daher ist es für Reifenhändler ratsam, ihr Verkaufspersonal frühzeitig zu schulen, damit es mögliche Fragen der Kunden kompetent beantworten kann.
Für seine Premium-Partner hat Pirelli Tyre Campus eine Schulung entwickelt, in der es vor allem um die auf dem Reifenlabel erfassten Parameter eines Pneus geht: das Bremshalten bei Nässe, das Abrollgeräusch sowie den Rollwiderstand und somit die Energieeffizienz.
Die Teilnehmer lernen zunächst die grundsätzliche Problematik eines Reifenentwicklers kennen: Verbessern sie eine Eigenschaft des Reifens, verschlechtert sich dadurch automatisch eine andere. Zielkonflikt nennen sie dieses Übel, von denen es bis zu 60 gibt. So lauten die Ziele bei der Entwicklung moderner Reifen
Sicherheit auf nassen Straßen,
lange Lebenszeit,
geringe Geräuschentwicklung sowie
ein reduzierter Kraftstoffverbrauch.
„Daher versuchen Hersteller, Reifen mit hoher Rutschfestigkeit, geringem Abrieb und niedrigem Rollwiderstand zu entwickeln, die möglichst leise auf der Fahrbahn abrollen“, erläutert Norbert Allgäuer, Leiter Pirelli Tyre Campus. „Die Physik des Gummis koppelt die Eigenschaften aber in einer für die Entwickler unangenehmen Weise. Erhöht er zum Beispiel die Rutschfestigkeit, nehmen Abrieb und Rollwiderstand zu. Verringert er den Rollwiderstand, nimmt die Rutschfestigkeit ab.“
Die auf dem EU Reifenlabel erfassten Kategorien Nassgriff und Rollwiderstand stehen also in einem klassischen Zielkonflikt zueinander. Das belegen auch zahlreiche Reifentests, bei denen einseitig rollwiderstandsoptimierte Pneus auf Nässe einen bis zu 18 Meter längeren Bremsweg aufweisen und ein hohes Sicherheitsrisiko darstellen.
„Hochwertige Produkte wie Pirelli Reifen sind daran zu erkennen, dass ihre Werte in allen drei Klassen des Labels im oberen Drittel liegen“, erläutert Norbert Allgäuer. „Denn sie kombinieren ein hohes Maß an Sicherheit mit einem reduzierten Spritverbrauch und rollen geräuscharm.“ Diese Zusammenhänge im Verkaufsgespräch verständlich darzulegen, bildet den Schwerpunkt der Schulung.
Darüber hinaus lernen die Verkäufer, mit welchen Messverfahren die Werte für Nassgriff, Rollwiderstand und Geräusch ermittelt werden, wie der Bewertungsschlüssel auf dem Label aufgebaut ist und wie sie Reifenkäufer anleiten, das Label richtig zu lesen.