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Crash-Sensoren im Auto erspüren Schwere eines Unfalls

22/12/10

Crash-Sensoren im Auto erspüren in Millisekunden die Schwere eines Unfalls
Continental produzierte in den letzten 16 Jahren 250 Millionen Beschleunigungs- und Drucksatelliten in Regensburg und Ingolstadt.
Regensburg/Ingolstadt. Die Produktion des 250-millionsten Airbag-Satelliten ist im Dezember im Werk des internationalen Automobilzulieferers Continental vom Band gelaufen.
In jedem Auto sind bis zu zehn solcher Satelliten verbaut. Sie messen im Falle eines Unfalls Verzögerungswerte oder Druckveränderungen im Fahrzeug, die durch einen Aufprall verursacht werden, und geben diese direkt an das Airbagsteuergerät weiter. So können die Fahrzeuginsassen bei einem Unfall optimal durch das Auslösen lebensrettender Rückhaltesysteme wie Airbags oder Gurtstraffer geschützt werden. Als ein Teil der umfassenden passiven Sicherheitssysteme von Continental werden die Satelliten bereits seit 1994 in Regensburg und Ingolstadt produziert.
Der Beschleunigungssatellit gSAT gilt mittlerweile als Standard in modernen Fahrzeugen. Durch die Messung der Verzögerungswerte in den vorderen Fahrzeugstrukturen sowie die schnelle Weitergabe dieser Werte bei einem Crash an das Airbagsteuergerät können in Millisekunden sowohl der genaue Ort und die Dauer als auch die Intensität eines Aufpralls bestimmt werden.
Optimaler Schutz beim Seitenaufprall
Die schnelle Reaktion der Sicherheitssysteme ist aufgrund der geringen Knautschzone beim Seitenaufprall besonders entscheidend. Dies gelingt mit Hilfe des Drucksatelliten pSAT, der in Kombination mit dem Beschleunigungssatelliten optimalen Insassenschutz bietet. Der Drucksatellit befindet sich im Hohlraum der Tür, wo er Druckveränderungen durch einen Aufprall unmittelbar erfasst. Durch die kurze Reaktionszeit werden die lebensrettenden Rückhaltesysteme sofort aktiviert.
Basis für die Entwicklung neuer Technologien
Allein im Jahr 2010 wurden in Regensburg und Ingolstadt über 31 Millionen Beschleunigungs- und circa 9 Millionen Drucksatelliten produziert. Auf Basis dieser erprobten und erfolgreichen Technologien entwickelte die Continental-Division Chassis & Safety beispielsweise auch das neue Fußgängerschutzsystem, bei dem Drucksensoren in der Stoßstange zuverlässig Unfälle mit Personenbeteiligung erkennen und Sicherheitssysteme in der Karosserie aktivieren: Die aktive Motorhaube des Fahrzeugs wird angehoben, um den angefahrenen Fußgänger vor Verletzungen durch den Aufprall auf die Haube und den darunter liegenden Motorblock zu schützen.
Quelle: Continental
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