Brauche ich Winterreifen?

Niemand gibt gern unnötig Geld aus. Deshalb verstehen wir gut, wenn Sie sich fragen, warum sich die Kosten für die doppelte Ausrüstung mit Winter- und Sommerreifen überhaupt lohnen.



Ob Sie Winterreifen tatsächlich brauchen oder nicht hängt von einer Reihe von Dingen ab - von denen Sie manche gar nicht beeinflussen können. Nehmen wir zum Beispiel Ihren Wohnort: In welchem Land und in welcher Region sind Sie mit dem Auto unterwegs? Einige europäische Länder schreiben Winterreifen vor, während sie in anderen nur empfohlen werden. In wieder anderen wie zum Beispiel in Großbritannien verwenden die meisten Fahrer das ganze Jahr über Sommer- oder Ganzjahresreifen.


Sie fahren hauptsächlich dort wo es keine Winterreifenpflicht gibt, denken jedoch über die Anschaffung nach? Dann möchten wir Sie an dieser Stelle gern näher über die Vor- und Nachteile von Winterreifen informieren.

Vorteile

Winterreifen sichern optimales Fahrverhalten bei niedrigen Temperaturen (unter 7°C)

Sie bieten bestmögliche Griffigkeit bei Schnee und Matsch.

Sie bremsen auf kalter Fahrbahn wesentlich besser als Sommer- oder Ganzjahresreifen. Auf Schnee beträgt der Bremsweg bei 50 km/h mit Sommerreifen 62 m, mit Ganzjahresreifen 42 m und mit Winterreifen aber nur 31 m.

Dank Ihres höheren Naturkautschuk-Anteil bleiben Winterreifen auch bei extremer Kälte noch flexibel, wenn Sommerreifen bereits brüchig werden können.

Wenn Sie in einer abgelegenen Gegend mit Schnee und Eis im Winter leben, sichern Winterreifen Ihre Mobilität.

Auf Strecken mit Anstiegen oder Gefälle profitieren Sie von der höheren Griffigkeit von Winterreifen auf Schnee und Eis

Winterreifen halten doppelt so lange wie Ganzjahresreifen, da sie nur sechs Monate im Jahr gefahren werden. Die Mehrkosten für zwei komplette Reifensätze halten sich auch deshalb im Rahmen, weil sie in der Hälfte der Zeit eingelagert werden. Wie gut sich Ihre Winterreifen am Ende rechnen, hängt natürlich stark vom Reifenpreis ab und ob Sie auch separate Felgen dazu kaufen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass Sie beim Verkauf Ihres Autos die Winterreifen mit anbieten können und so einen Teil des Anschaffungspreises wieder hereinholen können



Nachteile

Winterreifen sollten nicht das ganze Jahr hindurch gefahren werden - ihre Leistung sinkt bei Temperaturen über 7°C und ihr Verschleiß erhöht sich bei wärmerem Wetter.

Wenn Sie sich entscheiden, Ihr Auto sowohl mit Sommer- als auch mit Winterreifen auszurüsten, sind damit Ausgaben verbunden. Dabei spielt nicht nur der Preis für die zwei Reifensätze samt Ersatzreifen eine Rolle, sondern auch eventuell die Ausgaben für einen zweiten Satz Felgen, der Ihnen den Reifenwechsel erleichtert. Wenn Sie die Reifen nicht selbst aufbewahren, können zusätzlich noch Einlagerungskosten auf Sie zukommen und natürlich die Werkstattkosten für den halbjährlichen Wechsel.

 

Wenn Sie ständig in Gegenden mit Winterreifenpflicht unterwegs sind, haben Sie keine große Wahl. Werden Winterreifen bei Ihnen lediglich empfohlen, sollten Sie die Kosten gegen den Nutzen abwägen. Je nach Art der Witterung, mit der Sie auf Ihren Straßen rechnen müssen, können sich die bessere Haftung und die höhere Sicherheit von Winterreifen schnell für Sie auszahlen.

In Ländern ohne gesetzliche Vorschrift hängt die Entscheidung über Winterreifen meist von persönlichen Vorlieben und der jeweiligen Region ab. In Schottland zum Beispiel, wo es oft kalt und eisig wird, ist die Anzahl der verkauften Winterreifen in der letzten Zeit angestiegen.

Unsere Reifen-Empfehlungen für optimale Performance auf Nässe und Schnee.

Nach dem Klick auf einen der Reifen können Sie die passende Reifendimension für Ihr Fahrzeug auswählen.

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