Marderabwehr

Jährlich gibt es in Deutschland mehrere Hunderttausend Schäden an Fahrzeugen, die durch Marderbisse verursacht werden. Täter ist der Steinmarder, der sich im Umfeld des Menschen wohlfühlt. Er nutzt den Motorraum als Unterschlupf - hier kann er sich vor anderen Tieren verstecken, aber auch seine Nahrung bunkern. Wer viel pendelt und das Auto über Nacht an verschiedenen Orten abstellt, ist besonders gefährdet. Der Grund: Revierkämpfe zwischen mehreren Mardern, die das Auto für sich beanspruchen. Marderbisse sind also ein natürliches Revierverhalten, das vor allem in der Paarungszeit zu beobachten ist.

Dennoch muss man die Marderbisse nicht einfach so hinnehmen, denn sie können nicht nur zu teuren Schäden, sondern auch zu Unfällen führen. Wenn Achsmanschetten, Kühlwasserschläuche oder Kabel in Mitleidenschaft gezogen werden, kann das Fahrzeug liegen bleiben, brennen etc. Zwar ist das Abschleppen für Mitglieder von Automobilclubs kostenfrei, doch den eigentlichen Schaden zahlt kaum eine Versicherung. Nach einem Marderschaden oder ersten Anzeichen eines umtriebigen Marders sollte eine Motorwäsche vorgenommen werden. Besser ist es allerdings, sich rechtzeitig über Methoden der Marderabwehr zu informieren.

Eine wirksame, wenn auch aufwendige Form der Marderabwehr sind wellförmige, geschlitzte Schläuche aus Kunststoff, die über Kabel gezogen werden. Für Kabel im Bereich des Katalysators sollten solche aus Aluminium verwendet werden, weil diese hitzebeständig sind. Einfacher ist das Anbringen von Maschendraht unter dem Motorraum oder Nadelsperren im Motorraum. Noch wirksamer sind jedoch Hochspannungs- und Ultraschallgeräte.

Ultraschallmethode

Ultraschall ist eine wirksame Methode der Marderabwehr. Entsprechende Geräte erzeugen eine hohe Frequenz, die für den Menschen nicht wahrnehmbar sind, das Tier aber vertreiben. Damit die Ultraschallmethode auch wirklich funktioniert, sollten Sie beim Kauf auf einen Schalldruckpegel von mindestens 100 dB(C) und eine Frequenzmodulation achten. Andernfalls lässt sich der Marder davon nicht abhalten und nutzt Ihr Fahrzeug als Unterschlupf. Gute Geräte kosten rund 100 Euro. Mit diesen Kosten müssen Sie allerdings rechnen, denn Billigversionen bringen gar nichts. Der Einbau sollte so erfolgen, dass der austretende Schall an Oberflächen im Motorraum reflektiert werden kann. Durch die angesprochene Frequenzmodulation verändert sich der Ton regelmäßig, sodass sich der Marder daran nicht gewöhnen kann. Ideal ist eine Kombination der Ultraschall- mit der Hochspannungsmethode.

Motorraum
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