KFZ-Beleuchtung

Bei der KFZ Beleuchtung, also dem Licht am und im Fahrzeug, unterscheidet man vor allem zwischen den Vorder- und Rücklichtern. An der Fahrzeugfront sind je zwei Lampen für Fernlicht, Abblendlicht und Standlicht Standard. Hinzu kommen die Fahrtrichtungsanzeiger, auch Blinker genannt. Je nach Fahrzeugmodell und -alter sind vorne außerdem Park-, Kurven- und Taglicht sowie Weitstrahler und Nebelscheinwerfer zu finden. Zu den Rückleuchten gehören je ein Paar Schluss- und Bremsleuchten, Blinker und Rückstrahler. Vorhanden sind außerdem die Kennzeichenbeleuchtung, Nebelschlussleuchten sowie weiße Scheinwerfer für das Rückwärtsfahren.

Die Kennzeichnung der KFZ Beleuchtung unterliegt den Bestimmungen der Economic Commission for Europe (ECE). Deswegen hat jeder Scheinwerfer ein bestimmtes Prüfzeichen, das seine Verwendung wiederspiegelt. So steht beispielsweise HR für Halogen-Fernlicht, RL für Tagfahrlicht und CR für Fern- und Abblendlicht. Zudem sind Pfeile aufgedruckt, die in der Regel die Einbaurichtung angeben und sich auf die Außenseite des Fahrzeugs beziehen.

Zu Beginn der Automobilgeschichte wurden Laternen als Beleuchtung genutzt, die dann von Gaslampen abgelöst wurden. 1925 folgte die Osram Zweifadenlampe für kombiniertes Fern- und Abblendlicht und rund 40 Jahre später die erste Einfaden-Halogenlampe. Inzwischen kommt in immer mehr Fahrzeugen Xenon- oder LED-Licht zum Einsatz. Laserlicht wie im BMW i8 hingegen ist eher selten.

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Dunkelheit Beleuchtung

Informationen über die verschiedenen Leuchtmittel:

Glühlampen

Wenn Hersteller versprechen, dass ihre Glühlampen besonders hell und langlebig sind, ist Vorsicht geboten. Der Grund: Technisch ist das nicht machbar. Aber es gibt durchaus ausgewogene Produkte, wenngleich einer der beiden Faktoren in der Regel schwächer ausgeprägt ist. Mit "Longlife" werden viele Glühlampen beworben, die lange halten sollen. Während die langlebigen Glühlampen oft mehrere Jahre durchhalten, müssen besonders helle Birnen meist jährlich gewechselt werden. Genauso wichtig wie Lebensdauer und Leuchtkraft ist aber die richtige Einstellung der Scheinwerfer - sie beeinflusst die Lichtausbeute erheblich.

Glühlampe

Es empfiehlt sich, Glühlampen immer paarweise zu wechseln, da sie häufig kurz nacheinander ausfallen (wenn es sich um das gleiche Produkt handelt). Glücklicherweise hat der Gesetzgeber im Jahr 2006 eine Richtlinie eingeführt, dass sich die Birnen des Abblendlichts problemlos austauschen lassen ohne dafür eine Werkstatt aufsuchen zu müssen. Dafür wird nach dem Ausschalten von Licht und Zündung eine Verriegelung gelöst und der Scheinwerfer rausgenommen. Kabel lösen, Glühlampen raus- und reinschrauben und alles wieder zusammenbauen. Fertig! Vermeiden Sie beim Wechseln das Berühren des Birnenglases. Wenn es mit Fett oder Schmutz in Berührung kommt, kann es bei Hitze zu Schäden am Glaskolben kommen.

LED-Leuchten

Lange Zeit waren LED-Leuchten nur im Innenraum von getunten Fahrzeugen als Deko zu finden. Damals war die Technik noch nicht so ausgereift, dass LED auch in Scheinwerfern genutzt werden konnte. Das hat sich 1992 geändert, als erstmals eine dritte Bremsleuchte mit LED arbeitete. Es dauerte aber noch elf weitere Jahre, bevor die Firma Hella auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main den ersten gesetzeskonformen Voll-LED-Hauptscheinwerfer vorstellte.

2004 kamen LED Leuchten serienmäßig als Tagfahrlicht im Audi A8 W12 zum Einsatz. Es folgten weitere Entwicklungsschritte wie Fahrzeugmodelle mit kompletter LED-Beleuchtung. 2015 kam schließlich der Opel Astra mit Voll-LED-Matrix-Lichtsystem auf den Markt. Dabei handelt es sich um elektrisch gesteuerte LED-Scheinwerfer, die ein blendfreies Fernlicht ermöglichen. Die Steuerung erfolgt über eine Kamera hinter der Windschutzscheibe. Auch Kreisverkehrslicht wird inzwischen verbaut - es nutzt die Daten des Navigationssystems in Premiummodellen.

Trotz dieser innovativen Möglichkeiten bleiben LED-Leuchten weiterhin Fahrzeugen der Oberklasse vorbehalten oder sind nur gegen Aufpreis erhältlich. Das liegt zum einen an den hohen Kosten für diese Technologie, zum anderen an der benötigten Leistung. Die beträgt bei Xenon Licht rund 40 Watt, bei LED Licht wegen der notwendigen Kühlung wesentlich mehr. Wenn dieser Nachteil behoben ist, werden sich LED-Lampen in der Automobilwelt durchsetzen.

Beleuchtung

Xenon-Licht

Xenonlampen kommen im Abblend- bzw. Fernlicht zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Gasentladungslampe, die 1989 erstmals von Philips vorgestellt wurde. Zwei Jahre später nutzte sie BMW erstmals in einem Serienmodell, damals noch gegen Aufpreis. Weitere Premiumhersteller folgten, die teilweise nur eine Xenonlampe für Abblend- und Fernlicht zusammen verbauten (der so genannte Bi-Xenon-Scheinwerfer), beispielsweise im 1999 eingeführten Mercedes-Benz CL. Inzwischen wird Xenon Licht auch in Verbindung mit Kurvenlicht eingesetzt.

Xenon Licht besteht aus einem Quarzglaskolben, der mit Xenon, Metallhalogenide und oftmals auch Quecksilber oder Natrium gefüllt ist. Zudem befinden sich in der Xenonlampe zwei Wolfram-Elektroden mit einem Lichtbogen. Verglichen mit Halogenlampen erreichen Xenonlampen die volle Lichtleistung wesentlich schneller (innerhalb von 15 Sekunden). Ein weiterer Vorteil: die vierfache Haltbarkeit des Xenonlichts.

Der von einem elektronischen Vorschaltgerät erzeugte Hochspannungsimpuls (25.000 Volt) führt zur Funkenbildung. Die Ionisierung des Gases sorgt dann für einen Stromfluss zwischen den Wolfraum-Elektroden. Durch die schnell ansteigende Temperatur im Inneren des Glaskolbens verdampfen die Metallhalogenide, wodurch die typische bläuliche Lichtfarbe der Xenon-Beleuchtung entsteht. Auch wenn das Licht kälter erscheint, ist es dennoch heller als bei herkömmlichen Glühlampen für die KFZ Beleuchtung.

Es gibt Xenonlampen der Kategorien D1, D1S, D1R, D2S, D2R, D3S, D3R, D4S, D4R und D-H4R, wobei der Buchstabe D für das englische Wort für Entladung steht (Discharge). DxS Lampen sind für Scheinwerfern mit Projektionssystemen, DxR Lampen für Reflektorscheinwerfer. Lampen der Kategorie D3 und D4 enthalten gegenüber D1 und D2 kein Quecksilber mehr, können aber nicht statt dieser verwendet werden. Deswegen verfügen sie sicherheitshalber auch über eine andere Fassung.

Die Preise gelten (wenn nicht anders erwähnt) pro Stück und inkl. MwSt. und Versandkosten innerhalb Deutschlands.

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