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Reifenkennzeichnungen

Wie erkenne ich meine Reifengröße? Auf welche Reifenkennziffern muss ich beim Kauf achten? Klassische Fragen, die sich Autofahrer häufig bei dem Kauf neuer Reifen stellen.

Hier finden Sie einen Rundumblick, über alle wichtigen Kennziffern, welche die Eigenschaften eines Reifens:

Reifenkennzeichnung: Geschwindigkeitsindex, Reifen Lastindex und Reifengröße

Der Paragraph 36 der Straßenverkehrsordnung (StVO) regelt in Abschnitt 2b, dass Reifen mit bestimmten Angaben gekennzeichnet werden müssen. Diese Reifenkennzeichnung ist genormt und besteht unter anderem aus Geschwindigkeitsindex, Marke, Reifengröße und dem Herstellungsdatum (DOT-Nummer). Die wenigsten Daten sind jedoch direkt ablesbar, sondern in verschiedener Weise "verschlüsselt". ReifenDirekt.de erklärt, wie sich die wichtigsten Informationen aus der Reifenkennzeichnung ablesen lassen.

Reifengröße, Reifenbreite

Hinter einer Ziffern-Buchstaben-Folge wie 175/60 R15 verstecken sich die Angaben zur Größe eines Reifens. Die erste Zahl bezieht sich auf die Reifenbreite in Millimeter. Dahinter folgt das Reifenprofil. Es wird ins prozentuale Verhältnis zur Breite gesetzt - so lässt sich die Flankenhöhe des Reifens ermitteln. Im vorliegenden Beispiel beträgt diese 60 Prozent von 175 mm, also 105. Der Buchstabe R steht für Radialreifen. Am Ende findet sich der Reifendurchmesser in Zoll. Er entspricht der Felgengröße, die für diesen Reifen geeignet ist.

Unter dem Abrollumfang eines Reifens versteht man den Weg, den ein Reifen durch eine Rollumdrehung überwindet. Der Abrollumfang verändert sich bei Geschwindigkeit nur geringfügig. Relevant ist diese Kennziffer besonders, wenn auf eine andere Reifengröße, als im Fahrzeugschein angegeben, gewechselt werden möchte.

Reifenkennzeichnung: DOT, Reifengröße, Reifenbreite

Geschwindigkeits- und Lastindex

Die Informationen über die Reifengröße werden in der Regel von weiteren Werten ergänzt, beispielsweise durch 91V. Der Reifen Lastindex gibt an, welche Tragfähigkeit dieser Reifen besitzt. Die Traglast kann nur mithilfe einer Tabelle entziffert werden - 91 steht für 615 kg. Auch der Geschwindigkeitsindex ist verschlüsselt, allerdings durch Buchstaben. Ein "V" signalisiert eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Maximal sind 300 km/h möglich, wenn ein Reifen durch ein Y gekennzeichnet ist.

Zur Reifenbezeichnung gehören noch andere Angaben wie die DOT-Nummer. Anhand dieses vierstelligen Codes lässt sich das Herstellungsdatum des Reifens ablesen. Die ersten beiden Ziffern geben einen Hinweis auf die Kalenderwoche, dahinter folgen zwei Ziffern für das Kalenderjahr. Ein Reifen mit der DOT-Nummer 2412 wurde also in der 24. Kalenderwoche des Jahres 2012 produziert. Auf speziellen Reifen sind noch weitere Kennzeichnungen zu finden, unter anderem M+S für Matsch und Schnee, CP bei Wohnwagenreifen, XL bei verstärkten Reifen und R  bei runderneuerten Reifen.

Index-Kürzel

Max.
Geschwindigkeit

G 90 km/h
J 100 km/h
K 110 km/h
L 120 km/h
M 130 km/h
N 140 km/h
P 150 km/h
Q 160 km/h
R 170 km/h
S 180 km/h
T 190 km/h
H 210 km/h
V 240 km/h
W 270 km/h
Y 300 km/h
VR > 210 km/h
ZR > 240 km/h

DOT Nummer / Reifenalter / Reifen Herstellungsdatum

Beim Reifenkauf sollten Sie auf die DOT-Nummer achten - über fünf Jahre alte Reifen sind nicht empfehlenswert. Neben der Mindestprofiltiefe hat nämlich auch das Reifenalter Auswirkungen auf die Leistung eines Reifens. Denn selbst wenn er gar nicht im Einsatz ist und sachgemäß gelagert wird, lassen physikalische und chemische Prozesse den Reifen altern. Nach spätestens fünf Jahren ist er kein Neureifen mehr. Doch woran erkennt man sein Alter? Das Reifen Herstellungsdatum ist auf dessen Seitenwand zu finden - in Form der so genannten DOT-Nummer. DOT steht dabei für "Department of Transportation", dem US-amerikanischen Verkehrsministerium.

Die DOT-Nummer ist vierstellig. Die ersten beiden Ziffern geben die Kalenderwoche an, in welcher der Reifen hergestellt wurde, zum Beispiel 32. Dahinter folgt das Produktionsjahr. 3214 weist also aus, dass ein Reifen aus der 32. Kalenderwoche des Jahres 2014 stammt. Wird dieser Reifen trocken und dunkel gelagert, gilt er auch im Jahr 2016 noch als fabrikneu.

Reifenaufbau / Reifenquerschnitt

Anders als Fahrradreifen haben Autoreifen keinen Schlauch. Vielmehr besteht er aus unterschiedlichen Schichten, wie der Reifenquerschnitt zeigt. Ganz außen befindet sich die Lauffläche des Reifens. Sie ist in der Regel profiliert und soll dafür sorgen, dass der Reifen auf der Fahrbahn seine bestmögliche Leistung bringt. Moderne Laufflächenmischungen haben einen hohen Silica-Anteil und bieten viel Grip. Sie müssen sich nicht nur gut auf die vorherrschende Temperatur einstellen, sondern auch auf die Straßenverhältnisse.

Der Unterbau wird als Karkasse bezeichnet. Sie ist meist mehrlagig und je nach Art des Reifens unterschiedlich aufgebaut. Bei Diagonalreifen, die heute nur noch selten zum Einsatz kommen, sind die Karkassenlagen schräg überkreuzt, während die Cordfäden bei Radialreifen im rechten Winkel zur Laufrichtung angeordnet sind. Diese Reifen werden auch Gürtelreifen genannt. Die Karkasse wird durch die Lauffläche und die Seitenwand des Reifens vor Beschädigungen geschützt. Ein wichtiger Bestandteil vom Reifenaufbau ist zudem die Wulst. Durch sie wird die Verbindung zur Felge mittels Stahldrähten hergestellt. Eine Wulst besteht zudem aus Zehe, Sohle, Ferse und Kehle. Ganz im Inneren des Reifens befindet sich eine Schicht aus Gummi, die als Isolierung dient und verhindern soll, dass die Luft entweicht.

Reifenbreite, Reifenquerschnitt
Reifenquerschnitt mit Reifenbreite und Reifenhöhe

Reifenbreite und Felgenbreite

Wenn es um die richtige Reifenbreite geht und darum, welche Felgengröße dazu passt, sind viele Autofahrer überfordert. Das liegt sicherlich auch an den verwirrenden Größenangaben. Während Reifendimensionen beispielsweise als 195/65 R15 91H angegeben werden, sieht es bei Autofelgen so aus: 7J x 17 H2 ET38, LK 5x112. Wer soll da durchsehen und wissen, ob diese beiden Teile zueinander passen? Im Grunde ist es aber gar nicht so schwer, wenn man weiß, was die Zahlen und Buchstaben bedeuten.

Reifengröße im Vergleich zur Felgengröße

Ein 195/65 R15 91H Reifen hat eine Reifenbreite von 195 mm, was an der ersten Zahl zu erkennen ist. Darüber hinaus beträgt sein Durchmesser 15 Zoll - so groß muss auch die Felge sein, auf der er montiert wird. Damit sind die beiden Werte bekannt, die für die korrekte Felgengröße wichtig sind.

Auch bei der Felgenbezeichnung steht die Angabe zur Breite an erster Stelle. Bei 7J x 17 H2 ET38, LK 5x112 beträgt sie 7 Zoll. Nun muss man wissen, dass eine Felge mit dieser Breite auf einen Reifen mit einer Breite zwischen 195 und 225 mm passt. Ideal sind 205 bis 215 mm. Hinter dem "J" für die Felgenhornausführung und dem "x" für Tiefbettfelge folgt der Felgendurchmesser von 17 Zoll. Diese Felge wäre demnach nicht für einen 195/65 R15 91H Reifen geeignet.

Neben den technischen Voraussetzungen gibt es noch die Vorgaben des Fahrzeugherstellers. In den Papieren sind die zulässigen Reifen- und Felgengrößen angegeben. Auf Nachfrage gibt es auch noch das COC-Dokument mit weiteren Größen.

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